Am größten ist die Online-Angst

Europa sorgt sich um Datenschutz

18. Juni 2008
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Zwei Drittel der EU-Bürger haben wenig Vertrauen in den Schutz ihrer persönlichen Daten. Deutsche bangen besonders heftig. Sie belegen im EU-weiten Sorgenbarometer den zweiten Rang. Im Internet liegt dieser Wert sogar deutlich höher, ermittelte eine Studie im Auftrag der EU-Kommission.
Deutsche machen sich mehr Datenschutz-Gedanken als der Durchschnitts-Europäer.
Deutsche machen sich mehr Datenschutz-Gedanken als der Durchschnitts-Europäer.

Während im Durchschnitt 34 Prozent der EU-Bürger "sehr besorgt" und 30 Prozent "ziemlich besorgt" sind, wenn es um DatenschutzDatenschutz geht, sind in Deutschland ganze 65 Prozent "sehr besorgt" und 21 Prozent "ziemlich besorgt". Noch mehr Sorgen machen sich nur Österreicher. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Verändert hat sich die Datenschutz-Angst über die Jahre allerdings kaum. Auch 1991 waren bereits zwei Drittel der Befragten besorgt um ihre persönlichen Daten.

Ärzte und Polizisten genießen das größte Vertrauen im Umgang mit persönlichen Daten. Die Negativstatistik führen Versandhäuser an.

Viele sorgen sich um Daten-Flut im Netz

Nicht einmal jeder zweite EU-Bürger ist der Meinung, dass seine Daten im Heimatland ausreichend geschützt sind. 54 Prozent der Befragten befürchten, dass die nationalen Datenschutzbestimmungen es nicht mit der Flut persönlicher im Internet hinterlassener Daten aufnehmen können.