Trendwende

Europa überholt die USA beim Spam

03. März 2008
Von Alexander Galdy
Europa ist an den USA vorbei gezogen und hat sich einen Titel gesichert, den eigentlich keiner haben will. Mit 44 Prozent stammen die meisten Spam-Mails mittlerweile aus Europa. Das zeigt eine Untersuchung des Software-Herstellers Symantec.
Seit August 2007 hat sich das Bild beim Spam deutlich verschoben.
Seit August 2007 hat sich das Bild beim Spam deutlich verschoben.
Foto: Symantec

"Europe Crowned New King of Spam" titelt der Report die Trendwende beim Datenmüll. Die USA führt die Weltrangliste bei unerwünschten Nachrichten nicht mehr an. Dort ist der Anteil auf 35 Prozent abgesunken. Unangefochtener Spitzenreiter ist jetzt Europa - und das schon den dritten Monat in Folge.

Vor einem halben Jahr sah es noch umgekehrt aus. Im August 2007 lag die E-Mail-Spam-Quote in Europa noch bei 30,6 Prozent. Die Vereinigten Staaten führten die Statistik unangefochten mit 46,5 Prozent an.

Den Wechsel an der Spitze führt Symantec auf die zunehmende Ausbreitung von Breitbandanschlüssen in Europa zurück. Denn wie ein OECD-Report zeigt, belegen bereits acht europäische Länder einen Platz unter den Top-Ten mit den meisten Nutzern von schnellen Internet-Zugängen pro 100 Einwohner. Allerdings ist laut Symantec der Rückschluss auf die Breitbandverbindungen nur eine Vermutung, denn viele Spammer sind nicht genau zu lokalisieren, da sie ihre Herkunft vertuschen.

Bei drei von vier E-Mails handelt es sich mittlerweile um Spam. Bis Mitte 2007 lag der Anteil für gewöhnlich unter 70 Prozent, um dann stetig zu steigen. Im Januar wurde dann die Marke von 80 Prozent zum ersten Mal geknackt. Momentan liegt die Quote knapp unter dieser Grenze.

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