"Open Internet Project"

Europäische Google-Konkurrenten erhöhen Druck auf Internet-Gigant

15. Mai 2014
Verlagshäuser und Google-Konkurrenten aus Europa wollen mit einer weiteren Klage gegen den kalifornischen Internet-Konzern vorgehen.

In einem am Donnerstag in Paris veröffentlichten "Manifest" des "Open Internet Projects" warfen die deutschen Verlage Axel Springer, Madsack und Funke, der französische Großverlag Lagardère sowie eine Reihe kleinerer Google-Wettbewerber der Firma von Larry Page einen "Missbrauch seiner Monopolstellung" vor.

"Wenn ein Geschäft nicht online gefunden werden kann, dann kann es auch nicht im Wettbewerb bestehen", heißt es in dem Papier. GoogleGoogle habe in der Europäischen Union einen Marktanteil von über 90 Prozent und manipuliere seine Suchergebnisse. Alles zu Google auf CIO.de

Das "Open Internet Project" will Mitte Juni ein Online-Forum einrichten, bei dem sich Firmen, Verbraucher und Verbände melden können, wenn sie sich von Google benachteiligt fühlen.

In der EU tobt seit mehr als drei Jahren ein Streit und die Anzeige von Ergebnissen bei der Google-Internetsuche. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia plant, das Verfahren nach der Sommerpause abzuschließen.

In Deutschland streiten sich Verlage wie Axel Springer, Funke und Madsack außerdem mit Google um eine Bezahlung von kleinen Inhalte-Schnipseln (Snippets) in Angeboten wie Google News. Die Verlage wollen auf der Basis des Leistungsschutzrechtes von Google bezahlt werden, der Internet-Konzern lehnt dies kategorisch ab. (dpa/rs)

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