Gesundes Wachstum dank elektronischer Patientenakte

Europäische Länder investieren in IT für das Gesundheits­wesen

05. Juli 2004
Von Michael Kallus
Der Umsatz mit der elektronischen Patientenakte (EPA) soll in den beiden nächsten Jahren in Europa jeweils um über 22 Prozent wachsen. Das zeigt eine Analyse von Frost & Sullivan. Die Unternehmensberater fordern jedoch die Anbieter auf, ausreichend Standards einzuführen.

Bereits im vergangenen Jahr ist der europäische Markt für EPA-Software um 19 Prozent gewachsen. 207 Millionen Euro wurden umgesetzt. Für 2010 rechnet die Studie mit 688 Millionen Euro Umsatz. Vor allem in Deutschland und Frankreich wird verstärkt nach EPA-Systemen nachgefragt. Auch in Großbritannien steigt aufgrund von Regierungsinitiativen zur Modernisierung der IT im Gesundheitsdienst die Nachfrage. Diese drei Länder dürften 2010, so die Studie, den meisten Umsatz in Europa erwirtschaften.

Europamarkt für EPA-Systeme (Elektronische Patientakten)
Europamarkt für EPA-Systeme (Elektronische Patientakten)

Trotz dieser Aussichten warnt Frost & Sullivan davor, dass viel Potenzial ungenutzt bleibt, falls es den Anbietern nicht gelingt, Industriestandards für Datenkommunikation und medizinische Terminologie festzulegen. Weitere Probleme ergeben sich aus den uneinheitlichen Gesundheitssystemen der europäischen Länder.

Die elektronische Akte speichert die Patientendaten. Das soll Behandlungsfehler vermeiden und die Klinikaufenthaltsdauer verkürzen. Zudem weist die Studie darauf hin, dass sich die Informationen aus der EPA für geschäftsanalytische Modelle nutzen lassen, beispielsweise um Prozesse und Arbeitsabläufe zu verbessern.

Mit der elektronischen Patientenakte lassen sich auch Arbeitsabläufe rationalisieren.
Mit der elektronischen Patientenakte lassen sich auch Arbeitsabläufe rationalisieren.

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