Warnung bei Gefahren

Europäischer Standard für vernetzte Autos steht

12. Februar 2014
Europa hat einen Standard für vernetzte Autos, die miteinander kommunizieren können. Die zuständigen Gremien ETSI und CEN gaben die Einigung auf einen Grundstock von Regeln bekannt.

Damit soll sichergestellt werden, dass sich Autos verschiedener Hersteller per Funk miteinander verbinden können. Es geht unter anderem darum, dass sich die Fahrzeuge automatisch über Unfälle, Glatteis oder Geisterfahrer warnen können. Die EU-Kommission hatte die Entwicklung eines Standards dafür 2009 in Auftrag gegeben.

Die zuständigen Organisationen ETSI (European Telecoms Standards Institute) und CEN (Europäisches Komitee für Normung) gaben die Einigung auf einen Grundstock von Regeln für die Fahrzeugvernetzung bekannt. Dabei geht es zum Beispiel um die eingesetzten Funkfrequenzen und Datenformate. Die Europäer kooperierten eng mit den zuständigen Gremien in den USA und Japan, um die Technologie weltweit kompatibel zu machen. Die Fahrzeuge sollen auch Fahrinformationen wie Geschwindigkeit und Position austauschen.

Noch mehr Vernetzung ist Zukunftsmusik

Auf europäischen Straßen sind insgesamt rund 200 Millionen Fahrzeuge unterwegs. Nach Schätzung von Branchenexperten gibt es bereits einen spürbaren Effekt, wenn etwa zehn Prozent der Fahrzeuge auf der Straße miteinander vernetzt sind. Bei der Weiterentwicklung der Technologie wird auch an Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur am Straßenrand wie Ampeln oder Verkehrsschilder gedacht – dafür wären allerdings hohe Investitionen notwendig.

Die EU-Kommission hatte die Entwicklung eines Standards für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen 2009 in Auftrag gegeben. Die Union habe mehr als 180 Millionen Euro in Forschungsprojekte dafür investiert, betonte Digitalkommissarin Neelie Kroes am Mittwoch. So fuhren in einem 2012 gestarteten Projekt 120 vernetzte Autos rund 1,6 Millionen Kilometer durch Deutschland. Mit dabei waren Hersteller wie Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel und VW.

In den USA hatte vergangene Woche das Verkehrsministerium erste Schritte für die Verbreitung der Technik angekündigt. Nach Einschätzung der US-Verkehrsbehörde können durch die Vernetzung der Fahrzeuge bis zu 80 Prozent der Zusammenstöße verhindert werden. Zu den ungelösten wichtigen Fragen gehört noch unter anderem, wie die Anreize für Hersteller und Autokäufer aussehen könnten. (dpa/tö)

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