Werber setzen auf Google Apps

"Exchange war zu fehlerträchtig"

21. Dezember 2010
Von Christa Manta
Als Unternehmensberatung für Marketing und Design wollen die Werber von Lange + Pflanz aus Speyer "kein Scheckbuchmarketing betreiben". Neue Wege gehen sie auch, was die technische Seite der Kommunikation angeht. Carsten Lange, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur erklärt, warum sich die Kreativen auf Google Apps eingeschworen haben.

1. Seit nunmehr fünf Jahren arbeiten Sie bei Lanmaile + Pflanz mit Google Apps. Wie kam es dazu?

Carsten Lange. (Bild: Lange + Pflanz)
Carsten Lange. (Bild: Lange + Pflanz)

Ganz ehrlich, das war reine Bequemlichkeit. Unsere Exchange-Installation wurde uns zu fehleraufträchtig und zu teuer. Da kam mir der Gedanke: E-Mail ist doch eine klassische Cloud-Computing-Anwendung. Warum holen wir das Ganze nicht aus dem eigenen RechenzentrumRechenzentrum heraus? Keine Hardware mehr zu warten, die Klimaanlage wird weniger belastet, wir sparen Stromkosten. All diese Kleinigkeiten, die sich summieren. Wir haben dann verschiedene Sachen ausprobiert: einen gehosteten Kerio-Server, eine gehostete Exchange-Awendung. Doch die Lösungen waren relativ stark eingeschränkt. Zum Beispiel, was die mobile Konnektivität betrifft - damals für unsere Nokia-Handys, jetzt für das iPhoneiPhone. Bei Exchange gab es nur zwei Gigabyte große Postfächer. Open XChange von 1&1 war uns nicht anwenderfreundlich genug - das Auge isst ja mit. So kamen wir zu GoogleGoogle Apps. Alles zu Google auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

2. Wie war das Feedback durch die Mitarbeiter oder die Partner, mit denen Sie zusammenarbeiten?

Im ersten Moment war das Feedback zu Google Mail verhalten, aber mittlerweile kriege ich die Leute nicht mehr davon weg. Am Anfang haben wir zwei Einführungskurse angeboten und danach war es wohl selbsterklärend. Bei dem einen oder anderen haben wir auch mal den Einsatz eines E-Mail-Clients versucht, zum Beispiel AppleApple Mail oder MicrosoftMicrosoft Entourage - wir arbeiten nämlich mit Macs. Doch auch diese Mitarbeiter nutzen letztendlich lieber das Web-Interface. Das sei komfortabler, stehe überall zur Verfügung. Wir fahren mit Google Apps sehr gut und bei mir wurde seit der Einführung nie mehr angerufen und geklagt: "Mein E-Mail-Programm funktioniert nicht mehr". Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

3. Hatten oder haben Sie auch Bedenken wegen der Sicherheit?

Nein, da mache ich mir keine Sorgen. Die Daten sind jetzt sind besser abgesichert, als wir es in unserem eigenen Netzwerk bewerkstelligen konnten. Die E-Mails mit all ihren Anhängen werden ja in jedem Fall über das Internet versendet, ein gewisses Risiko ist somit ohnehin vorhanden. Seit Google Mail haben wir auch keine Probleme mehr mit Spam, der Mail-Filter ist gut. Ich sehe in unserem ReportingReporting, dass im Monat mehr als 500.000 Spam-E-Mails von Google abgefangen werden. Da geht kaum etwas Falsches durch. Alles zu Reporting auf CIO.de