Deutschland

Exporte trotz China-Sorgen wieder in der Erfolgsspur

08. Januar 2016
Der deutsche Export ist trotz der Sorge um den wichtigen Handelspartner China wieder in der Erfolgsspur. Nach einem Rückgang im Oktober und mehreren Rückschlägen in den Sommermonaten seien die Ausfuhren im November saisonbereinigt um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Die Importe stiegen um 1,6 Prozent. Experten hatten allerdings einen etwas stärkeren Zuwachs bei den Ausfuhren erwartet. Sie rechneten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent.

In Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) seien die Exporte um 5,1 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro gestiegen, hieß es weiter. Dabei hatte es zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten aus wichtigen Schwellenländern gegeben. Vor allem aus China, das zu den bedeutenden deutschen Handelspartnern zählt und vor allem für die Autoindustrie eine große Bedeutung hat, häufen sich seit Monaten schlechte Wirtschaftsdaten. Die Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung in China hatte zuletzt zum Jahresbeginn für heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt.

Die mit Abstand stärksten Handelsströme meldete das Bundesamt aber in die Länder der EU. Hier habe es im November bei den Exporten einen Zuwachs um 9,5 Prozent auf 60,7 Milliarden Euro gegeben. In die Länder der Eurozone wurden demnach Waren im Wert von 37,8 Milliarden Euro geliefert und damit 8,8 Prozent mehr als im Vormonat. Zuletzt hatte die Wirtschaft in der Eurozone wieder stärker Tritt gefasst. Jüngste Stimmungsdaten lassen auch im neuen Jahr eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs erwarten.

Unterm Strich hat sich die deutsche Außenhandelsbilanz im November laut Bundesamt verbessert. Der Überschuss habe bei 20,6 Milliarden Euro gelegen, nach 17,4 Milliarden Euro im Oktober. Kalender- und saisonbereinigt habe der Überschuss in der Außenhandelsbilanz im November 19,7 Milliarden Euro betragen, hieß es weiter. (dpa/mhr)

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