Web 2.0 und Mobility

Facebook bald wichtiger als Firmen-Homepage

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Facebook-Fanpages nehmen regulären Firmen-Webseiten Traffic ab. Das legt eine Studie von Webtrends nahe. Außerdem besuchen mehr Surfer mobile Firmenseiten.
Viele Unternehmen leiten Surfer mittlerweile auf ihre Facebook-Seite statt auf die klassische Firmen-Homepage, hat eine Studie ermittelt.
Viele Unternehmen leiten Surfer mittlerweile auf ihre Facebook-Seite statt auf die klassische Firmen-Homepage, hat eine Studie ermittelt.
Foto: Facebook

Wie wichtig ist es noch, eine eigene Webseite zu haben? Dieser Frage widmet sich das auf Traffic-Analysen spezialisierte Unternehmen Webtrends in einem aktuellen Report. Eine Webseite, das weiß jeder, ist die Visitenkarte für Unternehmen, sich seinen Kunden zu präsentieren. Es ist das Medium der Wahl für die Kommunikation mit den Kunden. Und für immer mehr Firmen ist es auch Marktplatz Nummer Eins, besonders im B2B-Geschäft.

Aber es gibt Unternehmen, schreibt Webtrends in seinem Report, die erfolgreiche Kampagnen durchgeführt haben, bei denen sie den Traffic auf die Facebook-Seite statt auf Webseite geleitet haben. Was ursprünglich mal als Mittel zum Zweck gestartet wurde, den Traffic auf der Webseite zu erhöhen, ist damit zum Ziel geworden: bei FacebookFacebook möglichst viele Leute zu erreichen. Alles zu Facebook auf CIO.de

Das ist auch sinnvoll, meint Webtrends, denn Facebook ist mit seinen mehr als 600 Millionen Nutzern und einer ständig wachsenden Fan-Basis einfach eine gute Adresse. Nirgendwo anders kommt man, wenn man es richtig macht, so schnell seiner Zielgruppe so nah wie bei Facebook.

Um herauszufinden, ob die Basis-Webseite an Traffic einbüßt, wenn Unternehmen auf Facebook setzen, hat Webstrends die "unique visits" der Fortune-100-Unternehmen analysiert. Dabei kam zunächst einmal unabhängig von Facebook heraus, dass 68 Prozent im vergangenen Jahr bei den "unique visits" Einbußen hinnehmen mussten. Im Durchschnitt sank die Zahl der eindeutigen Besuche um 23 Prozent, in der Spitze sogar um bis zu 76 Prozent.