Entwicklerkonferenz f8

Facebook baut Messenger zur Plattform aus

26. März 2015
Als Facebook seinen Kurzmitteilungsdienst Messenger in eine eigene App auslagerte, waren viele unzufrieden. Jetzt wird der Masterplan hinter dem Schritt sichtbar.

FacebookFacebook baut seinen Kurzmitteilungsdienst Messenger mit neuen Funktionen deutlich aus. So sollen Verknüpfungen mit anderen Apps das Teilen animierter Bilder, Videos und anderer Multimedia-Inhalte vereinfachen, kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch an. Außerdem sollen Unternehmen über den Messenger mit ihren Kunden kommunizieren können. Alles zu Facebook auf CIO.de

Messenger-Manager David Marcus (Ex-PayPal) bei der f8 2015
Messenger-Manager David Marcus (Ex-PayPal) bei der f8 2015
Foto: Facebook

Zum Beispiel könnten Online-Händler über Facebooks Kurzmitteilungsdienst Versand-Informationen an die Käufer schicken, erläuterte Messenger-Chef David Marcus. Genauso könnten Kunden auf diesem Weg Reklamationen loswerden.

Mit einem Erfolg der Ausbaupläne könnte Facebook die Nutzer dazu bringen, noch mehr Zeit auf seiner Plattform zu verbringen und Teile ihrer täglichen Kommunikation zum Beispiel aus der E-Mail in den Messenger zu verlegen.

Mit 'Business On Messenger' positioniert Facebook seine App auch für CRM und Kundensupport
Mit 'Business On Messenger' positioniert Facebook seine App auch für CRM und Kundensupport
Foto: Facebook

Facebook hat weltweit knapp 1,4 Milliarden Nutzer, der Messenger kommt auf über 600 Millionen.

Die Facebook-Anwendungen bekommen einen neuen Videoplayer. Das Online-Netzwerk bietet verstärkt an, die Videos direkt bei ihm hochzuladen und tritt damit in Konkurrenz zur Google-Plattform YouTube. Außerdem steht Videowerbung mehr im Fokus und App-Entwickler bekommen kostenlose Software-Werkzeuge, um die Aktivität ihrer Nutzer auszuwerten.

Zuckerberg kündigte bei der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco außerdem an, dass bei Facebook bald auch 360-Grad-Videos unterstützt werden sollen. Dabei werde in Zukunft auch die Technologie hinter der 3D-Brille Oculus eine Rolle spielen, die das Eintauchen in virtuelle Welten erlaubt.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei seiner Keynote am ersten Tag der f8 2015
Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei seiner Keynote am ersten Tag der f8 2015
Foto: Facebook

Facebook hatte Oculus im vergangenen Jahr für rund zwei Milliarden Dollar gekauft. Zuckerberg hofft, dass die Technologie bei Unterhaltung und auch bei Lernen zum Einsatz kommen wird. Ein Studio experimentiert bereits mit animierten Kurzfilmen für die Oculus-Brille. Bisher wird sie allerdings nur in einem Bausatz für Entwickler angeboten. Wann sie auch für Verbraucher zu kaufen sein wird, ist weiterhin unklar.

Außerdem wollen Facebook und andere Unternehmen wie MicrosoftMicrosoft, Yahoo, der Streaming-Dienst Netflix oder Speicher-Service Dropbox über die Plattform ThreatExchange gegenseitig Informationen über Online-Angriffe austauschen. (dpa/tc) Alles zu Microsoft auf CIO.de

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