Rückblick: Web-Gefahren 2010

Facebook-Links auf bösartige Seiten

15. Dezember 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Stuxnet, Zeus und Aurora gehören zu den spektakulärsten Cyber-Attacken des Jahres. Gefahr lauerte und lauert laut Websense aber auch in sozialen Netzwerken.
Überblick: Die Internet-Gefahren im Jahr 2010.
Überblick: Die Internet-Gefahren im Jahr 2010.
Foto: HaywireMedia - Fotolia.com

Websense hat in seinem 2010 Threat Report die Bedrohungslage im Internet analysiert. Ein Ergebnis lautet: Massiv verschärft hat sich die Gefahrenlage vor allem durch Cyber-Attacken wie Stuxnet, Zeus und Aurora.

Von der Aurora-Attacke zu Jahresbeginn waren mehr als 100 Unternehmen betroffen. Die Angreifer hätten dazu gezielt E-Mails mit Links zu manipulierten Seiten an ausgewählte Mitarbeiter verschickt, beschreibt Websense die Attacke. Um anschließend MalwareMalware auf den Rechner zu laden, wurde eine inzwischen geschlossene Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgenutzt. Alles zu Malware auf CIO.de

Stuxnet ist ein im Sommer erstmals aufgetauchter Wurm, der auf Angriffe von Industrieanlagen spezialisiert ist. Noch immer sind Spezialisten damit beschäftigt, den Wurm zu analysieren. Schon länger bekannt ist die Trojaner-Software Zeus, die sensible Daten stiehlt.

Stuxnet, Zeus und Aurora sind nur drei Beispiele für die neue Qualität von Cyber-Kriminalität: "Sie richtet sich nicht mehr nur auf Privatpersonen, sondern auch an Unternehmen, sei es in Form von Datendiebstahl, Industriespionage oder bewusster Sabotage wie im Fall von Stuxnet", lautet die Analyse von Websense. Dabei werden gezielt Sicherheitslücken ausgenutzt, die durch Firewalls, Antivirensoftware oder URL-Blocker allein nicht zu schließen seien.