Österreichischer Energiekonzern

Fallende Ölpreise belasten OMV

06. November 2014
Die sinkenden Ölpreise belasten auch den größten österreichischen Industriekonzern OMV. Das Unternehmen müsse das vorgesehene Investitionsprogramm für die nächsten zwei bis drei Jahre überprüfen, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss am Donnerstag.

Grund seien neben den fallenden Ölpreisen vor allem Produktionsausfälle in Libyen. Ursprünglich hatte OMV für 2016 eine Produktion von 400000 Barrel pro Tag angepeilt - derzeit sind es rund 311000.

In den ersten neun Monaten ging das operative Ergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 665 Millionen Euro - 46 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im vergangenen Monat hatte OMV den vorzeitigen Abschied seines Vorstandsvorsitzenden zum Juni 2015 bekannt gegeben. Der Aufsichtsrat und Roiss hätten sich einvernehmlich geeinigt, hieß es. Laut Medienberichten gab es Differenzen um die strategische Ausrichtung. Seit Mai fiel die OMV-Aktie von 38 Euro auf nun rund 25 Euro.

Der Konzernumsatz lag im vergangenen Jahr bei etwa 42 Milliarden Euro. Das Unternehmen, das zu 31,5 Prozent dem Staat gehört, beschäftigt weltweit 27000 Mitarbeiter. In Deutschland betreibt OMV rund 320 Tankstellen, vor allem in Bayern. (dpa/rs)

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