Software-Lizenzen

Falsch-Lizenzierung verursacht Milliardenschäden

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in München.

Auf die Frage, wie viele Unternehmen in Deutschland eine korrekte Zahl von Lizenzen verwalten, antworteten 30 Prozent der Befragten mit "alle", 32 Prozent mit "Rund drei Viertel" und 22 Prozent mit "Etwa die Hälfte". Tatsächlich, so die Software-Initiative, arbeite gerade mal ein Drittel aller Betriebe mit einem Lizenzvolumen, das dem tatsächlichen Software-Einsatz entspricht. Auf die richtige Zahl tippten ganze 14 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte.

Sorglos im Umgang mit Lizenzen

Die Zahlen belegten, wie weit Einschätzung und Realität in diesem Fall auseinander liegen, kommentiert Jens Orhanovic dieses Ergebnis. "Das lässt auf eine beachtliche Sorglosigkeit schließen, die angesichts der möglichen rechtlichen wie finanziellen Folgen der Falschlizenzierung obendrein auch noch gefährlich ist".

Die Software-Initiative wollte von ihren Gesprächpartnern auch wissen, welche der Varianten von Falschlizenzierung in Deutschland häufiger anzutreffen sei: die Unter- oder die Überlizenzierung. Etwa ein Siebtel (16 Prozent) geht davon aus, dass Unternehmen eher überlizenziert sind, also mehr für ihre Lizenzen zahlen, als tatsächlich nötig wäre.

Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) meint, dass es mehr unterlizenzierte Betriebe gebe, die Software einsetzen, für die es im Betrieb keine gültigen Lizenzen gibt. Die restlichen 40 Prozent meinen, dass sich beide Varianten der Falschlizenzierung in etwa die Waage halten.

Um die mit Lizenzfehlern verbundenen immensen Kosten zu minimieren, fordert Orhanovic ein Umdenken bei den Betroffenen: "Der korrekten Lizenzierung muss bei den Herstellern und den Anwendern ein wesentlich höherer Stellenwert eingeräumt werden als bisher."

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