Bring Your Own Device

Falsch verstandenes Motivationsinstrument

Christoph Lixenfeld ist freier Autor in Hamburg.
Freiheit soll zu besserer Arbeitsleistung anspornen. Dass BYOD aus Prinzip dafür immer das richtige Mittel ist, bezweifelt eine Studie von Freeform Dynamics.
Das Einbinden privater Geräte in die eigene IT stellte viele Unternehmen vor große Probleme.
Das Einbinden privater Geräte in die eigene IT stellte viele Unternehmen vor große Probleme.
Foto: MEV Verlag

Dass die Mitarbeiter das größte Kapital sind, wird auf jedem Managementseminar gesungen. Ob sie aber wirklich mehr und Besseres leisten, wenn der Chef ihnen so viele Freiheiten wie möglich lässt, sie so selbstbestimmt wie möglich agieren können, ist unklar.

Um das herauszufinden, hat das britische Analystenhaus Freeform Dynamics Online-Interviews mit 544 IT-Führungskräften und -Mitarbeitern aus Großbritannien, der DACH-Region und Skandinavien zu diesem Thema geführt.

Loslösung von Firmen-IT kein Vorrang-Ziel

Wichtigstes Ergebnis: "Empowerment", also maximale Emanzipation der Mitarbeiter, hat nur dann wirklich positive Effekte, wenn sie weit über das Thema BYOD hinausgeht.

Anders gesagt: Motivieren durch Loslassen sollte nicht zum Ziel haben, dass die Mitarbeiter ständig jene eigenen Technologie-Entscheidungen treffen, durch die sie sich maximal von der Unternehmens-IT unabhängig machen.