40 Prozent Arbeitszeit für Informationssuche

Falsche ERP-Strategie

14. Juni 2011
Von Nicolas Zeitler
Wer auf eine mobile ERP-Strategie verzichtet, nimmt unpünktliche Auftragsabschlüsse und langsame Entscheidungen in Kauf, so eine Aberdeen-Studie.
Firmen, die in den von Aberdeen abgefragten KPIs besser abschneiden, haben viel häufiger ihre Mobilstrategie mit der ERP-Strategie abgestimmt als andere.
Firmen, die in den von Aberdeen abgefragten KPIs besser abschneiden, haben viel häufiger ihre Mobilstrategie mit der ERP-Strategie abgestimmt als andere.
Foto: Aberdeen Group

CIOs müssen Mobilstrategien für den ERP-Einsatz entwickeln. Dieser Appell lässt sich aus den Ergebnissen einer Studie des Marktforschers Aberdeen Group ableiten. Überall suchten Unternehmen nach Möglichkeiten, mehr Nutzen aus ihren Investitionen in die Software zu ziehen. Der ortsunabhängige und ständige Zugang zu ERP-Daten sei der Schlüssel dazu - und vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung mobiler Geräte auch umsetzbar.

Aberdeen belegt den Nutzen mobilen ERP-Einsatzes mit fünf Kennzahlen. In 99 Firmen unterschiedlicher Branchen und Größen erhoben die Marktforscher die KPIs. Alle der zu zwei Dritteln in den USA ansässigen Unternehmen haben sich zumindest schon einmal mit dem Thema mobile ERP-Strategie befasst. Wie immer in ihren Studien teilten die Studienautoren die Teilnehmer nach den Ergebnissen in drei Gruppen ein.

Entscheidungen beschleunigt

Das Fünftel, das am besten abschneidet, bildet die Gruppe der Klassenbesten. 50 Prozent bezeichnen die Marktforscher als Durchschnitt. Und die übrigen 30 Prozent, die in den abgefragten Kennzahlen am schlechtesten abschneiden, werden der Gruppe der Nachzügler zugerechnet.

Bei den Klassenbesten verbringen Mitarbeiter 25 Prozent ihrer Arbeitswoche damit, Informationen aus ERP-Systemen zusammenzutragen. Bei den anderen Unternehmen vergehen damit 40 Prozent der Zeit. Die Klassenbesten schließen außerdem 97 Prozent der Aufträge pünktlich ab, andere nur 89 Prozent. Auch haben die Klassenbesten innerhalb nur eines Jahres die Zeit um 30 Prozent gesenkt, innerhalb derer Entscheidungen getroffen werden. Die übrigen verbesserten sich darin um sieben Prozent.