Manager-Ehen

Family Business contra Karriere

26. März 2007
Von Eva Buchhorn
Unverheiratete Manager waren einst chancenlos. Heute scheinen Singles und kinderlose Paare einen Startvorteil zu haben. Bremst die Familie die Karriere?

Zehn Jahre lang haben sie diskutiert. Zehn lange Jahre, die ihm heute wie ein einziges endloses, fruchtloses Streitgespräch erscheinen. Sie stritten über Partnerschaft und berufliche Träume, über seine KarriereKarriere und ihren Haushalt, über Fairness und Enttäuschungen und darüber, dass sie doch eigentlich alles ganz anders geplant hatten - damals, 1980. Alles zu Karriere auf CIO.de

Beide studierten Maschinenbau in Aachen, und er bewunderte sie heimlich: als eine von nur fünf Frauen im Jahrgang, technisch ebenso glänzend begabt wie er und nicht minder ehrgeizig.

Als sie ihr Diplom in der Tasche hatten, spielten zu Hause schon Tochter und Sohn, die Kinderbetreuung an der Uni war vorbildlich gewesen. Planmäßig ging es weiter: Er trat seinen ersten Job in einem Münchener Konzern an, sie wollte sich mit spätestens 30 ebenfalls eine Stelle suchen.

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
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Foto: manager-magazin.de

Mit diesem Ziel war es aus, als sich 1990 ungeplant das dritte Kind einstellte. Ein Jahr später erhielt er ein verlockendes Jobangebot aus Niedersachsen. Diese Chance auszuschlagen, so sahen sie es damals beide, wäre idiotisch gewesen. Die Familie zog aufs Dorf bei Hannover, er arbeitete fortan rund um die Uhr, um sich als jüngster Bereichsleiter im neuen Umfeld Respekt zu verschaffen. Sie saß zu Hause mit dem Baby. Und die Streitereien begannen.