Umzug als Hürde

Fehlende Flexibilität verstärkt Fachkräftemangel

28. September 2007
Von Nina Gut
Der Mangel an Facharbeitern bremst Experten zufolge den konjunkturellen Aufschwung. Doch das liegt nicht nur daran, dass es zu wenig Fachkräfte gibt, sondern auch daran, dass viele unflexibel sind. Rund 40 Prozent würden lieber Hartz 4 beziehen als für den Job umzuziehen. Das ergab eine Online-Umfrage des Sicherheitsexperten Avira.

Eine strikte Ortsgebundenheit bei der Jobwahl lässt sich der Avira-Studie zufolge indes nicht zwingend feststellen. Für die 60 Prozent, die eventuell umziehen würden, müssen allerdings bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Insgesamt 16 Prozent der Umfrage-Teilnehmer machen die Entscheidung nicht vom Unternehmensstandort abhängig, sondern vom Verdienst. Egal, ob Stadt oder Land, dieser Anteil der Befragten lässt sich dort nieder, wo das GehaltGehalt lockt. Dennoch ist Geld nicht alles. Wichtiger als finanzielle Anreize sind der Erhebung zufolge die Entwicklungsmöglichkeiten in der neuen Firma. So würde ein Viertel für eine ansprechende berufliche Tätigkeit auch in eine weniger attraktive Gegend ziehen. Alles zu Gehalt auf CIO.de

Die Bekanntheit des potenziellen Arbeitgebers ist hingegen nicht wichtig. Lediglich zwei Prozent der Befragten gaben an, sich beim Jobwechsel vom guten Firmennamen beeinflussen zu lassen. Für immerhin 17 Prozent spielt die Umgebung eine entscheidende Rolle: Wenn das Umfeld passt - wie beispielsweise die Freizeitmöglichkeiten oder eine attraktive Stadt - käme ein Standortwechsel in Frage.

"Lieber Hartz 4 als ein Umzug zugunsten der Arbeitsstelle?" Mit dieser Frage ging Avira zum Start des neuen Ausbildungsjahres dem FachkräftemangelFachkräftemangel in der IT-Branche auf den Grund. Das Unternehmen befragte im Juli auf seiner Homepage 305 Besucher. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de