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IT-Netzwerk optimieren

Feinkost Dittmann: Höhere Produktivität mit PRTG Network Monitor

01. Dezember 2014
Julia Manderbach ist freie Journalistin.
Um Qualitätsstandards zu überwachen und Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen nutzt das Unternehmen Feinkost Dittmann den PRTG Network Monitor. Das Monitoring-Netzwerk umfasste 3.500 Sensoren und garantiert eine reibungslose Produktion und kontrolliert das Warenwirtschaftssystem.

Mediterrane Spezialitäten sind das Aushängeschild von Feinkost Dittmann. Das deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in Griechenland, Spanien und der Türkei legt bei der Herstellung höchste Qualitätsstandards an. Damit dies gelingen kann, ist auch ein voll funktionsfähiges IT-Netzwerk entscheidend. Um Schwierigkeiten frühzeitig erkennen zu können, installierte Dittmann bereits im Jahr 2008 PRTG Network Monitor. Das Monitoring-Netz umfasste damals 500 Messpunkte. Mittlerweile hat der Feinkostexperte rund 3.500 dieser sogenannten Sensoren eingerichtet. Hauptgrund für diese Erweiterung war die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems.

Bereits 1901 gegründet, blickt das Unternehmen Feinkost Dittmann auf jahrzehntelange Erfahrungen in der Feinkostproduktion zurück. Neben dem Hauptsitz in Taunusstein/Neuhof und dem Logistikzentrum in Diez ist der Hersteller mit der Gourmet Factory in Villmar in Deutschland vertreten.
Bereits 1901 gegründet, blickt das Unternehmen Feinkost Dittmann auf jahrzehntelange Erfahrungen in der Feinkostproduktion zurück. Neben dem Hauptsitz in Taunusstein/Neuhof und dem Logistikzentrum in Diez ist der Hersteller mit der Gourmet Factory in Villmar in Deutschland vertreten.
Foto: Feinkost Dittmann

Die Lebensmittel, die bei Dittmann verarbeitet werden, sind ein sensibles Gut. Um eine hohe Qualität der Endprodukte zu gewährleisten, ist eine ebenso hohe Qualität bei sämtlichen Produktions- und Logistikprozessen ein Muss. Grundlage für reibungslos ablaufende Prozessketten in Produktion und Logistik sowie ausfallsichere Kommunikation zwischen den einzelnen Standorten ist eine zuverlässig arbeitende IT-Infrastruktur.

Damit sich die IT-Abteilung stets einen genauen Überblick über die Infrastrukturen verschaffen und schnell auf Störungen reagieren kann, um Ausfälle zu verhindern, entschieden sich die Verantwortlichen 2008 für die Installation einer Netzwerk-Monitoring-Lösung. Keine der bis zu diesem Zeitpunkt eingesetzten Freeware und Open SourceOpen Source ToolsTools bot allein einen ausreichenden Funktionsumfang, sodass das IT-Team stets mit mehreren Lösungen arbeiten musste. Dadurch geriet jedoch der Administrationsaufwand aus den Fugen, und unverhältnismäßig viel Zeit musste für die Verwaltung der Programme aufgebracht werden. Alles zu Open Source auf CIO.de Alles zu Tools auf CIO.de

Komplettlösung gesucht

In PRTG Network Monitor fanden die Verantwortlichen bei der Evaluierung von Alternativen eine passende All-in-one-Lösung, die umfassende Funktionalität aufweist, um mit nur einer Software die gesamte Netzwerküberwachung zu übernehmen. Dieser Komplettlösungsansatz stellt zudem schnelle Reaktionen auf veränderte Anforderungen sicher:

Kommen neue Geräte oder Teile des Netzwerks dazu, müssen keine Neuprogrammierungen vorgenommen werden. Stattdessen lassen sich die Komponenten mit wenigen Klicks in die Überwachung einbinden. Nicht zuletzt waren ein transparentes Lizenzmodell sowie ein professioneller und zeitnaher Support und kontinuierliche Updates ausschlaggebend.

Auf den Monitoring-Geschmack gekommen

Seit rund sechs Jahren hat PRTG nun die Infrastrukturen aller vier Niederlassungen von der Zentrale in Taunusstein aus im Blick. Mit rund 500 Messpunkten, sogenannten Sensoren, beobachteten die IT-Mitarbeiter verschiedene Parameter in Echtzeit.

Überwiegend kamen HTTP-, Ping-, SNMP- und WMI-Sensoren zum Einsatz, um die Verfügbarkeit der Hardware-Ressourcen, Bandbreiten und Webseiten, Speicher, Plattenplatz und mehr zu monitoren. Mit der Zeit vergrößerten sich die NetzwerkeNetzwerke: Immer mehr Mobilgeräte kamen hinzu, und ein neues Warenwirtschaftssystem wurde eingeführt. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Durch die Automatisierung zahlreicher Vorgänge und den vermehrten Einsatz von Scannern entstanden neue "Brennpunkte", an denen Störungen oder Schwierigkeiten auftreten können. Dem beugte Dittmann vor, indem der Feinkost-Spezialist seine bisherige PRTG Network Monitor 500-Lizenz auf eine 5.000er Lizenz erweiterte. Aktuell sind etwa 3.500 Sensoren installiert.

IT-basierte Produktionsprozesse überwachen

PRTG arbeitet zurzeit in einem mit VMware-Lösungen ausgestatteten Netzwerk mit fünf ESXi-Hosts mit insgesamt 85 virtuellen Servern. Im Storage-Bereich ist eine NetApp FAS 2240 vorhanden; Anfang 2014 ist außerdem Citrix für die Darstellung virtueller Desktops eingeführt worden. Neben den Standard-Sensoren, die bereits eingerichtet waren, arbeitet Dittmann auch mit den individualisierbaren Custom-Sensoren von PRTG.

Ein Beispiel dafür ist die Überwachung des automatischen Austauschs von Geschäftsdaten beziehungsweise -dokumenten im Edifact-Standard. Bestehen die Inhalte länger als eine Stunde, schickt PRTG eine Benachrichtigung an das IT-Team, das daraufhin informiert ist, dass die Aufträge noch nicht weiterbearbeitet wurden. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter auch Backup-Jobs im Auge, die neben dem IT-Bereich auch bei den Produktionsanlagen durchgeführt werden.

Dittmann liefert zahlreiche mediterrane Spezialitäten weltweit aus.
Dittmann liefert zahlreiche mediterrane Spezialitäten weltweit aus.
Foto: Feinkost Dittmann

So kann das Personal feststellen, ob Waagen und Temperaturmodule im Produktionsbereich vorhanden und funktionsfähig sind. Sollte eine Waage ausfallen, schlägt PRTG Alarm, damit die Produktionskette schnellstmöglich wieder hergestellt werden kann. Über die Remote Probes, die in der jeweiligen Niederlassung installiert sind und in Echtzeit die Monitoring-Daten ermitteln und an das IT-Team in der Zentrale in Taunusstein weiterleiten, hat Dittmann alle lokalen und internationalen Infrastrukturen im Blick.

Ortsunabhängiges Monitoring und Administration

Um alle Infrastrukturen und deren Komponenten stets vor Augen zu haben, nutzt das IT-Personal die Überblicksansicht von PRTG, ein auf Basis des PRTG Maps-Features erstelltes Dashboard. Es wird auf einem TV in den Räumlichkeiten der Abteilung angezeigt, sodass jeder im Team sofort im Bilde ist, wenn sich Probleme anbahnen oder ein Ernstfall eingetreten ist.

Über das Web-Interface erfolgen das Monitoring und die Administration vor Ort. Für die mobile Nutzung sind die Mobile Apps für SmartphonesSmartphones und TabletsTablets in Gebrauch, die die User von iOS-basierenden Geräten in die Lage versetzen, ortsunabhängig die Netzwerke zu kontrollieren sowie Übersichten und Details einzusehen. Außerdem ist es möglich, per Fingertipp Alarme zu bestätigen oder das Monitoring zu pausieren und sich Graphen und Übersichtskarten (sogenannte Maps) anzeigen zu lassen. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Fazit

Die wachsende Komplexität durch verteilte Netzwerke und ein neu eingeführtes Warenwirtschaftssystem hat das IT-Team von Feinkost Dittmann durch den Einsatz von PRTG Network Monitor nun im Griff, und die Software gewährleistet schnelle Reaktionen, sobald Schwierigkeiten auftreten. Im Hinblick auf das neue Warenwirtschaftssystem sorgen sogenannte Custom-Sensoren für erhöhte Flexibilität, indem sie sich an individuellen Anforderungen anpassen lassen und die Standardpalette maßgeblich erweitern. Ein weiterer Vorteil der All-in-one-Lösung: Verglichen mit den zuvor eingesetzten Open Source-Lösungen muss Dittmann keine zusätzlichen Ressourcen für Wartung oder ständige Updates mehr einplanen.

"Da wir seit Jahren mit PRTG vertraut sind und mit der Software sehr gute Erfahrungen gemacht haben, war für uns klar, dass wir keine neue Lösung anschaffen, sondern die bestehende erweitern", kommentiert Frank Hellwig, Head of IT in der Zentrale in Taunusstein. "Mit dem Monitoring-Tool haben wir einen umfassenden Überblick über alle IT-Infrastrukturen und können eine schnelle Reaktionszeit bei Störungen gewährleisten, sodass es im besten Falle gar nicht erst zu Ausfällen und damit zum Beispiel zum Produktionsstillstand kommt. Dank der speziellen Features können wir mit Hilfe von PRTG beispielsweise umgehend Dienste neu starten oder einsehen, ob alle Standorte online sind."

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