IPTV im Überblick

Fernsehen der nächsten Generation

07. Mai 2007
Von Marleen Gründel
Die TV-Industrie erlebt den größten Wandel seit der Einführung des Privatfernsehens. Das Internet stellt die Branche mit neuen Geschäftsmodellen und Technologien auf den Kopf.
Alles aus einer Hand: Telekomunternehmen bieten neben Telefon und Internet auch die Übertragung des Fernsehprogramms an.
Alles aus einer Hand: Telekomunternehmen bieten neben Telefon und Internet auch die Übertragung des Fernsehprogramms an.

Fernsehen im Jahr 2010: Neben den Nachrichten verfolgt der Zuschauer auf einem extra eingeblendeten Bild seine laufende Auktion bei Ebay . Beim anschließend übertragenen Hollywood-Streifen genügt ein Klick auf die Figur des Hauptdarstellers und der schicke Armani-Anzug, den der Schauspieler trägt, ist auf dem Weg zum Besteller.

So oder so ähnlich könnte nach Meinung vieler Experten das Fernsehen der Zukunft aussehen. Möglich macht es mal wieder das Internet. Nach der Musik- und Telefonindustrie beginnt die Technik nun auch, die Fernsehbranche komplett auf den Kopf zu stellen. Das sogenannte IPTV (Internet Protocol Television) entwickelt sich neben Kabel, Satellit und Antenne als vierter Übertragungsweg von Fernsehsignalen zum neuen Standard.

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
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Foto: manager-magazin.de

Noch steckt die Technologie allerdings in den Kinderschuhen. Die beiden einzigen Anbieter auf dem deutschen Markt, die Deutsche Telekom und Hansenet, verfügen Schätzungen zufolge über gerade einmal knapp 30.000 Kunden.

Drei Millionen IPTV-Kunden in 2010

Verschiedene Studien sagen IPTV jedoch eine vielversprechende Zukunft voraus. Bis 2010 soll der Kundenstamm laut dem Marktforscher Mercer auf drei Millionen Nutzer angestiegen sein, die einen Umsatz von 450 Millionen Euro erzeugen. Die Analysten von Gartner prognostizieren mit 2,8 Millionen Kunden zwar geringfügig weniger IPTV-Nutzer, glauben dafür aber auch an einen etwas höheren Umsatz.

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