Durchbruch zur Massenanwendung steht bevor

Finanzabteilungen setzen auf Business Intelligence

05. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Business Intelligence-Lösungen etablieren sich: 44 Prozent der Unternehmen arbeiten bereits damit, weitere 27 Prozent planen die Implementierung. Dabei arbeiten vor allem die Finanzabteilungen mit den Applikationen. Richtig eingesetzt, verringert die Software die Menge an Datenbanken. Das behauptet zumindest der Marktforscher Ventana.

Wer BI-Lösungen einsetzt, verspricht sich davon vor allem mehr Automatisierung im Unternehmen. Das nennen 68 Prozent der Befragten als erste Priorität. Danach folgen der Wunsch, dass die Mitarbeiter ihre eigenen Reports erstellen und modifizieren können (66 Prozent) und das Bedürfnis nach einem Metadata-Layer, der sowohl das tägliche als auch das operative ReportingReporting unterstützt (65 Prozent). Alles zu Reporting auf CIO.de

Außerdem wollen die Unternehmen Daten aus verschiedenen Datenbanken abfragen und integrieren (58 Prozent der Nennungen). Dabei gehen die Analysten davon aus, dass der Einsatz ausgereifter BI-Lösungen das Arbeiten mit Datenbanken reduziert.

Die oberen 200

Ventana attestiert den BI-Anbietern, diese Reife erreicht zu haben - wenn die User mit den Lösungen arbeiten können und nicht wieder aus Überforderung auf Excel oder Access zurückgreifen, gewinnen sie mehr Sicherheit und nehmen seltener den hausinternen IT-Support in Anspruch. Noch allerdings scheinen solche paradiesischen Zustände wenigen Glücklichen vorbehalten: In zwei Dritteln der Fälle arbeiten mit der BI-Software kleinere User-Gruppen von bis zu 200 Mitarbeitern.

Laut der Studie dürfte BI den Durchbruch zur Massenanwendung schaffen: 42 Prozent der Unternehmen wollen binnen Jahresfrist Lösungen für bis zu 20.000 User kaufen.