Verbraucher sind für Biometrie-Technologien

Fingerabdruck statt Smartcard

05. Mai 2006
Von Tanja Wolff
Banken, Behörden, Regierungen oder Gesundheitsorganisationen können unbesorgt Biometrie-Technologien einführen. Der Grund: Fast 70 Prozent der Verbraucher sprechen sich für diese Art der Personenidentifizierung aus, wenn sie von vertrauenswürdigen Organisationen betreut werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Lösungsanbieters Unisys.
Beim Einsatz von Biometrie misstrauen die Befragten der Polizei, Steuerbehörden und privaten Firmen.
Beim Einsatz von Biometrie misstrauen die Befragten der Polizei, Steuerbehörden und privaten Firmen.

Zwei Drittel der Befragten favorisieren Biometrie-Lösungen wie die digitale Erkennung des Fingerabdrucks oder der Sprache gegenüber anderen Methoden wie der Smartcard oder dem Sicherheits-Token. Die Verbraucher meinen, dass die Biometrie eine bessere Lösung ist, um Betrug und Identitätsdiebstahl zu bekämpfen.

Laut der Umfrage zählen die Befragten den Eintritt in öffentliche Plätze wie Stadien und Flughäfen oder in Transportmittel wie Bus, Zug und Flugzeug zu den wichtigsten Funktionen einer Biometrie-Lösung. Weniger wichtig sei der Identitätsnachweis bei der Nutzung von Handys, beim Zutritt ins Büro oder als Schlüsselersatz im Auto.

82 Prozent nannten die Bedienerfreundlichkeit als wichtigsten Grund für die Biometrie. Der Vorteil: Sie müssen sich keine Passwörter oder Login-Daten merken. Mehr als drei Viertel der Verbraucher gaben an, dass für sie die Geschwindigkeit der Personenidentifizierung der Hauptgrund für den Einsatz von Biometrie ist.

Mehr als zwei Drittel der Nordamerikaner sind für eine biometrische Personenidentifizierung.
Mehr als zwei Drittel der Nordamerikaner sind für eine biometrische Personenidentifizierung.

Nordamerikaner befürworten mit 71 Prozent am häufigsten den Einsatz von Biometrie, gefolgt von Europa (69 Prozent) und Asien (68 Prozent). Am wenigsten Befürworter gibt es in Lateinamerika.