Konsumerisierung der Technologien

Firmen-IT vom Verbraucher

11. Mai 2006
Von Tanja Wolff
Firmen sollten offener gegenüber populären Technologien sein. Der Grund: In den kommenden sechs Jahren werden die meisten ihrer implementierten Technologien ihren Ursprung in der Verbraucherelektronik haben. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Beratungsunternehmens Gartner.

Zurzeit kommt eine Vielzahl von wichtigen Technologien vom Konsumenten-Markt in die Firmen, so die Untersuchung. Das zeigt sich an Beispielen, wie Instant Messaging und zum Teil kostenlosen Anwendungen wie der Desktop-Suche oder auch dem Internet. Die Technologien wurden anfangs bei den Konsumenten eingeführt. Aufgrund der wachsenden Akzeptanz fanden sie dann ihren Weg in die Unternehmen.

"Konsumenten-orientierte Technologien werden weiter den Weg für wichtige IT-Tools ebnen", sagt David Smith, Partner bei Gartner. Die Hauptursache dieses Phänomens sei die zweite Internet Revolution, bei der das Web als Teststrecke für neue Technologien genutzt wurde.

Laut der Analyse sollten sich die Firmen nicht gegen die Entwicklung sträuben oder den Einsatz entsprechender Geräte verbieten. Genauso, wie man Telefone nicht als wichtiges Geschäfts-Tool aus dem Unternehmen verbannen würde, nur weil Mitarbeiter ein paar private Gespräche führen, sollte man auch nicht mögliche produktive Tools wie Instant Messaging ausschließen. Vor allen Dingen nicht, weil die Gefahr besteht, dass die Angestellten private Nachrichten schicken könnten.

Vielmehr sollten sich die Geschäftsführer oder die IT-Abteilungen mit den Technologien auseinandersetzen und überlegen wie man sie im IT-Alltag der Firma unterbringen kann. Denn die Endverbraucher sind ein zunehmend wichtig werdender Umsatzgarant für Hersteller.Das bedeutet, dass Produkte aus diesem Bereich ständig weiterentwickelt werden. Diesen Vorteil sollten sich Firmen nicht entgehen lassen.

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