Strategien


Facebook, Xing Linkedin

Firmen keine Social-Media-Freaks

05. November 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und seit 2006 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Der Social-Media-Einsatz ist in deutschen Firmen noch keineswegs selbstverständlich. Am häufigsten werden Facebook und Xing genutzt, Google+ kaum.

Für B2C-Unternehmen in Deutschland ist die Nutzung sozialer Netzwerke wie FacebookFacebook, GoogleGoogle+ oder Xing zur Kundenansprache und -gewinnung selbstverständlich. Anders sieht es damit bei B2B-Firmen aus. Ein Fünftel dieser Betriebe setzt noch keine sozialen Medien als zusätzlichen Kommunikationskanal ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 200 B2B-Firmen aus 14 Branchen, die der Erste Arbeitskreis Social Media B2B-Kommunikation aus München durchgeführt hat. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

Social Media soll Image verbessern

Rund die Hälfte der deutschen B2B-Firmen hat derzeit kein eigenes Budget für Social-Media aufgestellt.
Rund die Hälfte der deutschen B2B-Firmen hat derzeit kein eigenes Budget für Social-Media aufgestellt.
Foto: Erster Arbeitskreis Social Media B2B-Kommunikation

Die Firmen begründeten ihre Weigerung, soziale MedienMedien zu nutzen damit, dass der Erfolg nicht messbar ist und dafür der Zeitaufwand und die Kosten zu hoch seien. Immerhin die Hälfte der Befragten nutzt Social-Media-Plattformen für die externe Kommunikation mit Kunden und Interessenten. Ein Viertel der Firmen kommuniziert sowohl interne als auch extern mit Hilfe von sozialen Medien. Top-Firmen der Branche Medien

Primäres Ziel ist für 84 Prozent der Unternehmen, die Social-Media-Aktivitäten betreiben, die Imageverbesserung. Etwas mehr als zwei Drittel wollen durch den Einsatz sozialer Medien bestehende Kunden enger an sich binden und 60 Prozent neue Kunden gewinnen. Aufschlussreich ist, dass die Hälfte der B2B-Firmen keine speziellen Ziele mit einer Social-Media-Nutzung verbinden. Sie setzen die neuen Technologien nur ein, weil es heute "ganz einfach ein Muss" ist.

Facebook vor Xing und Linkedin

80 Prozent der Firmen führen Social-Media-Initiativen auf Facebook-Plattform. Bei 78 Prozent kommt dafür das B2B-Kontaktnetzwerk Xing zum Einsatz, das sich damit als Plattform für den geschäftlich orientierten Informationsaustausch etabliert hat. Weitere 41 Prozent der deutschen B2B-Firmen nutzen dafür auch das Businessnetzwerk Linkedin. Knapp die Hälfte der Befragten setzt Videoplattformen wie Youtube ein.