Trotz angespannter Konjunktur

Firmen machen Geld für Marketing locker

20. Februar 2009
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Um die Beziehungen zu ihren Kunden zu verbessern, planen dieses Jahr rund 90 Prozent der Firmen ihre Marketing-Budgets beizubehalten oder sogar zu erhöhen - so eine branchenübergreifende Studie.

Zwar geben laut Umfrage 68 Prozent der Interviewten an, von der aktuellen Wirtschaftskrise "mehr oder weniger betroffen" zu sein, dennoch gehen 52 Prozent von einem gleichbleibenden Umsatz ihrer Branche aus; weitere 17 Prozent erwarten sogar eine Umsatzverbesserung. Ebenfalls bemerkenswert: Während 73 Prozent der interviewten Firmen planen, ihr Marketing-Budget beizubehalten, wollen es weitere 15 Prozent sogar erhöhen.

Als wichtigste Marketing-Maßnahmen nennt die große Mehrheit (knapp 87 Prozent) die Verbesserung der Kundenbeziehungen. Die Organisations- und Prozessoptimierung steht für knapp 77 Prozent der Firmen im Mittelpunkt. Der gestiegene Kostendruck (86 Prozent) und die Bedrohung der Umsatz- und Ertragskraft (rund 68 Prozent) erweisen sich laut Studie zudem als die größten Herausforderungen.

Marketer investieren online

Aus der Untersuchung geht zudem hervor, dass die Marketing-Investitionen sich verstärkt in Richtung Internet verschieben. So wollen rund 40 Prozent der Befragten ihre Web-2.0-Aktivitäten steigern, knapp 37 Prozent ihre Bemühungen im Online-Handel intensivieren. Weitere rund 34 Prozent der Befragten planten, stärker in Internet-Werbung zu investieren.

Diese Ergebnisse stammen aus einer Untersuchung, die die internationale Managementberatung BBDO Consulting von Dezember 2008 bis Januar 2009 unter 300 Marketing-Entscheidern durchführte. Interessierten steht die komplette Studie im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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