Strategien


Enterprise 2.0

Firmen nutzen Open Innovation nur in Ansätzen

22. Februar 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Mehr Nutzen als bisher könnten Firmen aus Enterprise-2.0-Ansätzen ziehen - etwa indem Nutzer Ideen anderer weiter entwickeln, meint MIT-Professor Andrew McAfee.
Vernetzen Firmen ihre Angestellten über Enterprise-2.0-Plattformen, resultieren daraus oft sinnvolle Verbesserungsvorschläge.
Vernetzen Firmen ihre Angestellten über Enterprise-2.0-Plattformen, resultieren daraus oft sinnvolle Verbesserungsvorschläge.
Foto: tom - Fotolia.com

"When Social Meets Business Real Work Gets Done" haben AIIM und Andrew Mc Afee einen Report genannt, der die Ergebnisse einer mehrmonatigen Auseinandersetzung mit dem Thema Enterprise 2.0 bündelt. AIIM ist ein Branchenverband für Anbieter und Anwender von Enterprise Content Management Technologien, McAfee ist Professor für digitale Wirtschaft am Massachusetts Institute of Technology.

Bei ihren Forschungen haben sie sich auf drei Themenbereiche konzentriert:

  • Enterprise Q&A: Damit bezeichnen sie die Möglichkeit, im Unternehmen über Enterprise 2.0-Plattformen Fragen in die Runde zu stellen. Das hat den Vorteil, dass man sich vorher noch nicht genau überlegen muss, wer diese Frage beantworten soll.

  • Open Innovation (OI): Mit OI nutzt man das Wissen der Massen, um Probleme zu lösen und neue Angebote zu erstellen.

  • Marketing and Sales Integration: Dieses Thema halten viele im Zusammenhang mit Social Business für problematisch. Marketing und Sales müssen dabei eng zusammenarbeiten, was sich oft schwierig gestaltet.

In seinem Blog "The business Impact of IT" hebt Andrew Mc Afee die seiner Meinung nach wichtigsten Forschungsergebnisse hervor:

  • Open Innovation scheint sehr erfolgreich zu sein: Bei einer Umfrage zum Thema OI antworteten 48 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sich durch OI ihre internen Prozesse bereits stark verändert haben. Bei 34 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich sogar die externen Prozesse stark verändert.

  • Bei OI werden Abstimmungen noch zu selten eingesetzt: 70 Prozent der Unternehmen, die Open Innovation nutzen, lassen User die Ideen anderer kommentieren. In weniger als der Hälfte der OI-Umgebungen unterstützen Unternehmen, dass Votings durchgeführt werden oder dass Nutzer die Ideen anderer weiterentwickeln. "Dieser Prozentsatz sollte meiner Meinung nach höher sein", kommentiert McAfee die Ergebnisse.