40 Prozent lehnen Update ab

Firmen scheuen Microsofts Service Pack 2

07. April 2005
Von Ingo Butters
Am 12. April läuft eine von Microsoft eingeräumte Frist ab, bis zu der das Service Pack 2 (SP2) für Windows XP nicht über die automatische Update-Funktion eingespielt wird. Allerdings haben viele Firmen nach wie vor große Vorbehalte gegen das 266 Megabyte große Update. Einer Befragung des Software-Anbieters Assetmetrix zufolge, haben sich bisher nur sieben Prozent der US-Firmen SP2 auf ihren Rechnern aufgespielt.

Von den befragten Unternehmen gaben 40 Prozent an, sie hätten sich bewusst gegen ein Update entschieden. Nur sieben Prozent haben das SP2 gezielt auf die Unternehmensrechner aufgespielt. Insgesamt war noch nicht einmal auf jedem Vierten der von Assetmetrix erfassten Rechnern das Update installiert.

Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Firmen haben sich bisher keine gezielte Strategie für den Umgang mit dem Update zugelegt. Abwarten, so die Autoren der Studie, sei beim Thema SP2 allerdings eine schlechte Lösung. Am 12. April wird das Datenpaket automatisch auf allen Rechnern installiert, bei denen die Windows XP Update-Funktion aktiviert ist.

Für Unternehmen bestehe deshalb die Gefahr, dass nach dem 12. April Rechner mit unterschiedlichen Versionen von Windows XP im Firmennetzwerk sein könnten. Dies könne zu Problemen mit anderen Microsoft-Anwendungen führen.

Assetmetrix hat für die Kurzstudie 251 US-Unternehmen befragt, die insgesamt 136.000 Rechner unterhalten.

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