Top 10-Liste für Nearshore-Outsourcing-Länder

Firmen treiben Offshore-Markt an

03. Mai 2006
Von Tanja Wolff
Europäische Unternehmen treiben die Entwicklung im Offshore-Outsourcing-Markt an. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner werden die Ausgaben für Offshore-Outsourcing in den kommenden anderthalb Jahren um die Hälfte steigen.

Das Wachstum in Europa wird hauptsächlich von den Firmen in Großbritannien angetrieben. Außerdem steigt die Nachfrage in Deutschland und den skandinavischen Ländern. In den Vereinigten Staaten wird mit einem Plus von 30 Prozent gerechnet.

Der Analyse zufolge ist Indien weiterhin das Land, in das Firmen am häufigsten ihre Services auslagern. An zweiter und dritter Stelle kommen China und Brasilien.

"Seit einigen Jahren ist Indien die erste Wahl für die meisten europäischen Unternehmen, die sich für OffshoreOffshore entscheiden", sagt Ian Marriot, Analyst bei Gartner. Doch das Land sei in Gefahr, Opfer seines Erfolges zu werden. Die steigende Nachfrage überspanne die Verfügbarkeit erfahrener Fachkräfte und führe zu einer höheren Schwundquote. Die Folge sei, dass die Gehaltsstufen steigen. China gehöre daher beim Offshoring mittlerweile zu den Top drei Kandidaten der Firmen in Europa. Alles zu Offshore auf CIO.de

Außerdem bevorzugen immer mehr Auftraggeber eine Nearshore-Alternative, so die Untersuchung. Der Grund: Die geringen Englisch-Kenntnisse, die mangelnde Reife und Erfahrung in weltweiten Service-Verträgen, sowie die Tendenz, sich auf Amerika zu konzentrieren, machen China unattraktiv für Europa.