Fehlende Kontrolle im Rechenzentrum

Firmen unterlassen Performance Management

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Rundweg "naiv" ist das Management von Rechenzentren in Großbritannien. Das behauptet jedenfalls eine aktuelle Studie. Der Grund für das harsche Urteil: Viele Unternehmen begleiten Veränderungen im Data Center nicht mit genauer Leistungskontrolle.

In Großbritannien wollen viele Unternehmen als Folge der Wirtschaftskrise einen unberechenbaren Kostentreiber bändigen: ihr RechenzentrumRechenzentrum. Wie sie die Suche nach mehr Effizienz anpacken, ist aber oft mangelhaft und nachlässig. So lautet das Ergebnis einer Studie von Vanson Bourne im Auftrag des Software-Herstellers nlyte. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Die Mehrzahl der Firmen auf der Insel versäumt bislang ein wirksames Performance Management im Rechenzentrum. Lediglich 36 Prozent haben Tools implementiert, mit deren Hilfe sie die Gesamtleistung ihre Datenzentrale beobachten, steuern und messen können.

„Es ist alarmierend, dass so viele Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich immer noch keine Performance Management-Tools einsetzen – oder nicht einmal den Nutzen erkennen“, sagt Robert Neave von nlyte. Dabei ließen sich mit derartiger Software nicht allein Migrations-Prozesse steuern, sondern auch Benchmarks setzen. Das Unternehmen wäre dadurch immer im Bilde, wie sich die entscheidenden Zahlen im Vergleich zu früher entwickeln.

Weithin wird also darauf verzichtet, die derzeit auch der Krise geschuldeten massiven Veränderungen in den Rechenzentren hinsichtlich ihrer Effizienz zu kontrollieren. Offen bleibt, inwieweit die Versuche erfolgreich sind, mit verschwindend geringen Ausgaben für Hardware und IT-Infrastruktur das oberste Gebot der Kostensenkung zu erfüllen.