Höhere Erfolgsquoten als andere Methoden

Firmen verlieren die Scheu vor Six Sigma

05. April 2005
Von Ingo Butters
Unternehmen steht ein breites Instrumentarium verschiedener Management-Methoden zur Verfügung, die Prozesse optimieren und Kosten senken sollen. Einer Untersuchung der Unternehmensberatung Celerant zufolge bleiben allerdings mehr als 40 Prozent solcher Management-Initiativen hinter den Erwartungen zurück. Nun wenden sich immer mehr Unternehmen der streng auf statistischen Analysen basierenden Methode Six Sigma zu.

Bisher haben nur fünf Prozent der von Celerant befragten Unternehmen eine Six-Sigma-Initiative gestartet. Von allen elf untersuchten Management-Methoden, darunter etwa Business Process Reengineering oder Lean Manufacturing, wird Six Sigma damit bisher am seltensten eingesetzt.

Dabei erzielen Unternehmen, die Six Sigma einsetzen, deutlich höhere Erfolgsquoten als mit anderen Methoden: 81 Prozent der Six Sigma-Initiativen verliefen der Analyse erfolgreich. In großen Unternehmen, sie setzen pro Jahr mehr als eine Milliarde US-Dollar um, waren es sogar 89 Prozent.

Andere Methoden schneiden da deutlich schlechter ab. Insgesamt konnten 43 Prozent aller Initiativen die Erwartungen hinsichtlich Performance-Steigerung und Kostensenkung nicht erfüllen. Eigentümlicherweise gaben 84 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass die gestarteten ProjekteProjekte erfolgreich verlaufen sind. Alles zu Projekte auf CIO.de

Schlechte Umsetzung der Management-Initiativen

"Dieser offenkundige Widerspruch zwischen enttäuschenden Geschäftsergebnissen und der individuellen Einschätzung zeigt, dass entweder falsch gemessen wurde oder die Methoden nicht richtig verstanden worden sind", sagt Dave Antis, einer der führenden Celerant-Analysten. "Im Endeffekt wurden die Initiativen im Hinblick auf die strategischen Ziele schlecht umgesetzt."

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