Symantec-Studie

Firmen zu langsam bei E-Discovery

24. Oktober 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Viele Firmen verzichten bei der Offenlegung elektronisch gespeicherter Daten auf Best Practices. Das verzögert die Antwortzeiten bei E-Discovery-Anfragen.

Eine rapide anschwellende Datenflut stellt CIOs und IT-Verantwortliche in Unternehmen vor die Herausforderung, Geschäftsdaten intelligent zu speichern, sodass diese jederzeit schnell verfügbar sind. Zugleich sind bei der Datenspeicherung und -archivierung diverse gesetzliche Vorschriften einzuhalten - und diese werden immer mehr.

Stiefkind E-Discovery

Die wenigsten Firmen können E-Discovery-Anfragen von Behörden und Gerichten zeitnah beantworten.
Die wenigsten Firmen können E-Discovery-Anfragen von Behörden und Gerichten zeitnah beantworten.
Foto: Symantec

Jede international tätige Firma, die in den USA Geschäfte macht, muss in der Lage sein, bei einem Gerichtsverfahren elektronisch gespeicherte Business-Daten aufgrund von "Electronic Discovery"-Regelungen als Beweismittel offenzulegen. Doch nicht alle Unternehmen sind durch ein effizientes Informationsmanagement für E-Discovery-Anfragen gewappnet.

Nur 35 Prozent der Teilnehmer einer Symantec-Studie gaben an, dass sie Anfragen innerhalb einer für die anfordernde Behörde akzeptablen Zeitspanne erfüllen konnten. In Deutschland waren es immerhin 40 Prozent. Das ist ein Kernergebnis des "2011 Information Retention and eDiscovery Survey", den die US-Beratungsfirma Applied Research im Auftrag des IT-Sicherheitsanbieters Symantec durchgeführt hat.

66 Stunden pro Anfrage

Weil Best Practices für die Datenaufbewahrung fehlen, braucht die interne IT zu lange, um Anfragen zu beantworten.
Weil Best Practices für die Datenaufbewahrung fehlen, braucht die interne IT zu lange, um Anfragen zu beantworten.
Foto: Symantec

Im Durchschnitt haben die befragten Unternehmen 63 Mal pro Jahr eine E-Discovery-Anfrage beantwortet. Bei jeder Informationsanforderung lag die von IT-Mitarbeitern aufgewendete Arbeitszeit im Schnitt bei 66 Stunden. Pro Jahr verbringen IT-Organisationen - bezogen auf alle Anfragen - damit mehr als 4.100 Stunden mit der Informationsbeschaffung.

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