Anwenderprioritäten

Forrester-Ranking: IT-Dienstleister steuern

24. Februar 2012
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Beim Sourcing & Vendor Management gibt es noch jede Menge Potenzial für Automatisierung durch Tools. Das stellt Forrester in einer aktuellen Studie fest.

Das Sourcing & Vendor Management (SVM) in Unternehmen hat nach Einschätzung von Forrester Research eine neue Bedeutungsstufe erklommen. Immer stärker wird SVM demnach von Business-Seite als strategischer wertvoll wahrgenommen. „Weil zunehmend ein Wertbeitrag zu den Geschäftsergebnissen beigesteuert wird, genießen SVM-Verantwortliche immer mehr Anerkennung und Verantwortung und schlüpfen in Führungsrollen“, fasst Forrester-Analyst Lutz Peichert das Resultat einer Studie zusammen, für die mehr als 150 SVM-Spezialisten befragt wurden.

Am prägendsten bleibt das Aushandeln von Verträgen: So sieht das Ranking der SVM-Alltagsarbeit aus.
Am prägendsten bleibt das Aushandeln von Verträgen: So sieht das Ranking der SVM-Alltagsarbeit aus.
Foto: Forrester Research

Das Ausgangsdilemma besteht nach Forrester-Einschätzung darin, dass SVM bislang zwar einen Wertbeitrag lieferte, dieser aber weder von der IT noch vom Business als strategisch betrachtet wurde. Das scheint sich nun zu ändern. Als Indikator dafür betrachten die Analysten, dass 87 Prozent der Befragten das Management interner Kunden als wichtig oder sehr wichtig bezeichnen. Dieser Punkt liegt damit im Ranking sogar vor der Vendor-Konsolidierung und der Neuverhandlung von Verträgen. Die SVM-Verantwortliche erkennen also laut Forrester, wie wichtig ihre Beziehungen zu einer Reihe von internen Partnern sind.

Als Beleg einer gereiften SVM-Organisation erachtet Peichert außerdem, dass mehr als zwei Drittel der Befragten das Priorisieren der Zulieferer als Priorität nennen. „Dadurch wird es möglich, Kosten, Risiken und Ertrag ins Gleichgewicht zu bringen“, schreibt der Forrester-Analyst.

Von dieser Ausgangsbasis kann dann der nächste längerfristige Schritt gegangen werden, nämlich die Ordnung neuer Trends. Drei Viertel nennen die Schaffung von InnovationInnovation als wichtiges Ziel für die kommenden drei Jahre. 70 Prozent wollen in diesem Zeitraum auf ergebnisbasierte Verträge umgestellt haben. 55 Prozent haben vor, nach „as-a-Service“-Lösungen zu suchen – sprich SaaSSaaS, IaaS oder PaaS. Alles zu Innovation auf CIO.de Alles zu SaaS auf CIO.de

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