Microsoft ehrt Jure Leskovec

Forscher sagt Facebook-Freunde voraus

21. September 2011
Von Nicolas Zeitler
Stanford-Informatiker Jure Leskovec analysiert die Aktivität von Internet-Nutzern - und sagt sie voraus. Microsoft hat ihn für seine Arbeit ausgezeichnet.
Als Microsoft Research Faculty Fellow erhält Jure Leskovec 200.000 US-Dollar für seine Forschungsarbeit an der Stanford University.
Als Microsoft Research Faculty Fellow erhält Jure Leskovec 200.000 US-Dollar für seine Forschungsarbeit an der Stanford University.
Foto: Stanford University

Die Hälfte unserer künftigen Facebook-Freunde kann vorhergesagt werden, sagt Jure Leskovec von der Stanford University. Er hat eines der acht diesjährigen MicrosoftMicrosoft Research Faculty Fellowships gewonnen. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Leskovec arbeitet an der Hochschule im kalifornischen Palo Alto als "Assistant Professor" für Informatik. Der 31-Jährige untersucht die Spuren, die Menschen auf ihrem Weg durchs Internet hinterlassen. Ob jemand einen Artikel auf einer Nachrichten-Website liest, einen Blog-Post schreibt oder den Tweet eines anderen weiterleitet: Es sind Daten wie diese, die Leskovec sammelt, um menschliches Verhalten im Internet zu analysieren - und vorherzusagen. Dasselbe macht er mit Daten aus sozialen Netzwerken.

Lernfähige Analyse-Methoden

"Solche Daten zeigen, dass es nicht so zufallsgesteuert ist, wie wir oft denken, wer unser nächster Freund auf FacebookFacebook sein wird", sagt Leskovec. Er hat unlängst ein Projekt mit den Betreibern des Netzwerks abgeschlossen. Basierend auf Informationen über die persönlichen Netzwerke von Benutzern und deren Kommunikation konnte der Informatiker im Voraus die Hälfte der neuen Kontakte ermitteln, die sie wenig später als Freunde hinzufügten. Alles zu Facebook auf CIO.de

Das heißt allerdings auch: Die andere Hälfte konnte Leskovec nicht durch seine Analysen vorhersagen. In Zukunft soll die Rate der korrekt vorhergesagten neuen Freunde aber höher sein. "Wir sind in der Lage, die Analyse-Methoden zu trainieren", sagt er.