Europäischer Trend

Französische Gendarmerie stellt auf Linux um

26. Februar 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
La belle France entscheidet sich immer öfter für Open Source: Die Gendarmerie stellt ihre 70.000 Arbeitsplatzrechner schrittweise von Windows XP auf Ubuntu-Linux um. In der französischen Nationalversammlung ist quelloffene Software bereits im Einsatz. Argumentiert wird nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit der Unabhängigkeit. Und das scheint ein Trend in ganz Europa zu sein.

Branchenkenner bezeichnen das Vorhaben der Gendarmerie als eine der größten Migrationen auf ein Open-Source-Betriebssystem weltweit. Nach den Worten von Colonel Nicolas Geraud, Referent der für die IT zuständigen Direktion der Gendarmerie, sollen in diesem Jahr bis zu 8.000 Rechner und in den Folgejahren jeweils 12.000 bis 15.000 Rechner umgestellt werden. Spätestens 2014 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Dabei ist quelloffene Software nichts Neues für die Nutzer: Sie arbeiten bereits mit dem Firefox-Browser und der Büro-Anwendung Openoffice.

Die Gendarmerie will durch die Umstellung bis zu sieben Millionen Euro jährlich sparen. Es geht aber nicht nur ums Geld - die Franzosen betonen auch Aspekte wie Unabhängigkeit von MicrosoftMicrosoft und die bessere Kontrolle der Sicherheit des Betriebssystems. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Bonjour Tristesse also für Bill Gates. Immer mehr öffentliche Verwaltungen in der "Alten Welt" kehren ihm den Rücken, beispielsweise auch die Stadt München mit ihrem Limux-Projekt. Und die Europäische Union legt mit ihrer European Union Public Licence (EUPL) 1.0 dieser Tage eine Fassung in insgesamt 22 Sprachen vor.