Betrieb des Rechenzentrums ausgelagert

Fraport und Gedas gründen Joint Venture

17. März 2005
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Der Flughafenbetreiber Fraport hat zusammen mit dem IT-Dienstleister Gedas ein Unternehmen gegründet. Das Joint Venture mit dem Namen "Gedas Operational Services“ soll künftig das komplette Rechenzentrum, den Service Desk und das Netz der Fraport am Standort Frankfurt betreiben. Der Dienstleistungsvertrag hat ein Volumen von 190 Millionen Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren.

An dem Gemeinschaftsunternehmen halten beide Partner jeweils 50 Prozent. "Kosten senken war für uns der wesentliche Grund zu diesem Projekt“, sagte Roland Krieg, CIO von Fraport. Zudem hofft er, durch die Auslagerung auch die Qualität und Sicherheit der Services erhöhen zu können.

Fraport-CIO Krieg will mit dem Gedas-Joint-Venture Kosten senken.
Fraport-CIO Krieg will mit dem Gedas-Joint-Venture Kosten senken.

Beide Unternehmen planen außerdem, gemeinsam ein RechenzentrumRechenzentrum im Raum Frankfurt zu bauen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden soll das neue Unternehmen zum 1. Juli den Betrieb aufnehmen. Es startet zunächst im Rahmen eines Betriebsübergangs mit rund 120 Mitarbeitern von Fraport. Entlassungen wird es nicht geben. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Zum 1. Januar 2006 kommen 200 Mitarbeiter des Bereichs Operational Services von Gedas Deutschland hinzu. Gedas gewinnt mit Fraport einen wichtigen Kunden aus dem Bereich Logistik und TransportTransport. Damit lagert der Dienstleister sein gesamtes Geschäft rund um den Betrieb von Rechenzentrumsleistungen in das neue Unternehmen aus. Top-Firmen der Branche Transport

"Fraport wird zwar unsere größter aber nicht der einzige Kunden sein“, stellt Jürgen Schulz, Geschäftsführer von Gedas Deutschland klar. Er rechnet damit, dass das Joint Venture ab dem kommenden Jahr einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro pro Jahr erzielen wird.

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