Diskriminierung

Frauen klagen gegen US-Internetfirmen

24. März 2015
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass unter den Mitarbeitern von Internetfirmen junge weiße Männer in der Überzahl sind. Jetzt stehen unter anderem Twitter und Facebook im Visier der Klagen von Frauen, die sich diskriminiert fühlen.

Im Silicon Valley mehren sich Klagen von Frauen, die Internetunternehmen Diskriminierung vorwerfen. Nach dem bekannten Risikokapitalgeber KPCB sind nun auch FacebookFacebook und TwitterTwitter betroffen. Die Frauen werfen den Firmen vor, sie wegen ihres Geschlechts benachteiligt zu haben. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

Zuletzt klagte vergangene Woche eine ehemalige Twitter-Mitarbeiterin. Sie behauptet, dass bei dem Kurznachrichtendienst Frauen bei Beförderungen übergangen würden. Twitter entgegnete, die Fakten würden zeigen, dass die Klägerin fair behandelt worden sei. Ihr Anwalt sagte dem "San Francisco Chronicle" von Sonntag, es gehe darum, dass die Diskriminierung von Frauen ein "Systemproblem" im Silicon Valley sei. Bei Twitter machen Frauen 30 Prozent der Belegschaft aus, in technischen Bereichen sind es noch weniger.

Wenige Tage zuvor reichte auch eine frühere Facebook-Mitarbeiterin eine Klage gegen das weltgrößte Online-Netzwerk ein. Sie behauptet, sie sei 2013 entlassen worden, nachdem sie sich über die Diskriminierung durch ihren Chef beschwert habe. Auch Facebook weist die Vorwürfe zurück.

Aktuell sorgt ein Gerichtsprozess zwischen der Risikokapitalfirma Kleiner Perkins Caulfield Byers (KPCB) und einer früheren Beschäftigten für Schlagzeilen. Ellen Pao fordert von dem Unternehmen 16 Millionen Dollar Schadenersatz, unter anderem weil sie bei Beförderungen übergangen worden sei. Die KPCB-Seite kontert, die Karriereprobleme der Frau hätten mit ihren beruflichen Fähigkeiten zu tun gehabt. In dem Prozess gelangten viele Interna der Firma, die als eine Institution im Silicon Valley gilt, an die Öffentlichkeit. (dpa/tc)

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