Digitale Produktion

Fraunhofer arbeitet mit Unternehmen an sicherem Datenraum

14. April 2015
Die Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet mit rund 30 Industriepartnern an einem sicheren Datenraum für Unternehmen, die bei der Fabrik von morgen zunehmend auf digitale Produktion setzen.

Auf der Hannover Messe kündigte Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer am Montag an: "Wir hoffen, dass wir in etwa einem Jahr erste Anwendungsbeispiele vorstellen können." Nach Angaben einer Sprecherin soll dafür die ebenfalls in Hannover ausgetragene IT-Messe CeBIT als geeignete Plattform gewählt werden. Der neue Industriestandard "Industrial Data Space" soll international "komplett offen" sein, sofern das beitretende Unternehmen den Qualitätsansprüchen genügt. Der Eigentümer soll zudem selbst über seine Daten entscheiden können.

Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer, Forschungsministerin Johanna Wanka, Stefan Wrobel, Leiter Fraunhofer IAIS, und Michael ten Hompel, Leiter IML und ISST. (v.l.n.r.)
Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer, Forschungsministerin Johanna Wanka, Stefan Wrobel, Leiter Fraunhofer IAIS, und Michael ten Hompel, Leiter IML und ISST. (v.l.n.r.)
Foto: Fraunhofer / Kurt Fuchs

Die digitalisierte Produktion sei unbedingt auf eine zuverlässige IT-Sicherheit angewiesen, erklärte Neugebauer zum Auftakt der größten Industrieschau der Welt mit gut 6500 Ausstellern aus rund 70 Ländern. Unter dem Motto "Integrated Industry - Join the Network" (etwa: Vernetzte IndustrieIndustrie - tritt dem Netzwerk bei) bietet die Messe einen Blick in die Fabrik der Zukunft, in der Maschinen zunehmend untereinander vernetzt sind. Top-Firmen der Branche Industrie

Schwachpunkt der digitalisierten Produktion sind Angriffe aus dem Internet. Fast ein Drittel aller deutschen Unternehmen war 2014 nach Neugebauers Worten Opfer der sogenannten Cyber-Kriminalität. Allein die Maschinenbau-Industrie ging demnach für das Vorjahr von einem geschätzten Schaden von knapp acht Milliarden Euro aus. (dpa/tc)

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Branche: Industrie

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