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Freiberufler-Stundensätze auf Rekordhoch

18. September 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
IT-Freiberufler fordern laut der Projektbörse Gulp derzeit ein durchschnittliches Stundenhonorar von 74 Euro. Und meistens bekommen sie diese Satz auch.

Aktuell fordern IT-Freiberufler ein durchschnittliches Stundenhonorar von 74 Euro, rechnet eine Auswertung der IT-Projektbörse Gulp vor. Damit liegt der Durchschnittssatz so hoch, wie er es seit Beginn der Auswertungen vor 14 Jahren noch nie getan hat. Bei den vergangenen beiden Analysen sechs und zwölf Monate zuvor lag die durchschnittliche Forderung der Freelancer noch bei 73 Euro. Die Daten stammen aus den Angaben von mehr als 80.000 bei Gulp eingetragenen IT- und Engineering-Selbstständigen.

So hoch wie aktuell waren die Stundensatzforderungen der Freiberufler in den vergangenen 14 Jahren nicht.
So hoch wie aktuell waren die Stundensatzforderungen der Freiberufler in den vergangenen 14 Jahren nicht.
Foto: Gulp

Mehr als 5000 von ihnen haben darüber hinaus Auskunft gegeben, welche Stundensätze sie - unabhängig von ihrer Forderung - tatsächlich erzielen. Diese Auswertung zeigt, dass aktuell gute Chancen bestehen, die angesetzten Stundensätze auch tatsächlich durchzusetzen. Denn auch bei den gezahlten Stundensätzen liegt das durchschnittliche Honorar bei 74 Euro. Im Jahr 2011 waren es noch 72 Euro, in den vier Jahren zuvor 70 Euro.

Aktuell fordert fast die Hälfte der IT- und Engineering-Selbstständigen im deutschsprachigen Raum Honorare von 60 bis 80 Euro (47,3 Prozent) und pendelt sich damit in der Nähe der durchschnittlichen Forderung von 74 Euro ein. Der Anteil der FreiberuflerFreiberufler, die Honorare von unter 70 Euro fordern, hat in den letzten fünf Jahren um fast elf Prozentpunkte abgenommen und liegt aktuell bei 37,7 Prozent. Knapp neun Prozent der Freiberufler fordern Honorare zwischen 90 und 99 Euro, 10,5 Prozent verlangen Stundensätze ab 100 Euro. Alles zu Freiberufler auf CIO.de

Die Stundensätze nach Position

Projektleiter und Berater erzielen die höchsten Stundensätze.
Projektleiter und Berater erzielen die höchsten Stundensätze.
Foto: Gulp

Unterschieden nach Positionen fordern Projektleiter mit durchschnittlich 82 Euro den höchsten Stundensatz. An zweiter Stelle stehen Berater mit einem Honorarwunsch von 78 Euro pro Stunde. Dann folgen Trainer (73 Euro), Software-Entwickler (69 Euro), Qualitätssicherungs-Experten und Engineering-Freelancer (jeweils 67 Euro). Die Schlusslichter bilden Hardware-Entwickler (62 Euro) und Administratoren (60 Euro). Damit haben die Administratoren erstmals in der Gulp-Auswertung die 60-Euro-Hürde genommen. Insgesamt haben im Vergleich zur letzten Auswertung vor sechs Monaten Freelancer von sechs der acht Positionen ihre Honorarforderungen angehoben. Lediglich bei Qualitätssicherungs-Experten und Hardware-Entwicklern stagnierten die Stundensätze.