4 Feedback-Modelle

Führung kann man lernen

17. September 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mitarbeiter brauchen Feedback und Anerkennung, sonst fühlen sich eher ausgebrannt. Führungskräfte können das lernen, sagt Management-Beraterin Claudia Conrads.
Claudia Conrads, Management-Beraterin aus Nürnberg.
Claudia Conrads, Management-Beraterin aus Nürnberg.
Foto: Claudia Conrads

Seit 2004 gingen Krankschreibungen aufgrund von Burnout in Deutschland um 700 Prozent nach oben, die Zahl der Fehltage stieg doppelt so hoch. Das berichtet die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in ihrer Studie "Arbeitsunfähigkeit und psychische Erkrankungen 2012". Basis der Studie sind Angaben von gesetzlichen Krankenkassen wie AOK, BKK, DAK und TK.

Claudia Conrads interessiert daran vor allem ein Aspekt: die FührungFührung. Die Nürnberger Management-Beraterin hält schlechte Führung für einen Faktor, der bei BurnoutBurnout eine erhebliche Rolle spielt. Unternehmen stehen in der Verantwortung, Chefs zu guten Chefs zu machen. Alles zu Burnout auf CIO.de Alles zu Führung auf CIO.de

Konkret: Mitarbeiter, die zu wenig Feedback und Anerkennung erhalten, fühlen sich eher ausgebrannt. Gleiches gilt für Arbeitnehmer, die keinen Sinn in ihrer Arbeit sehen. Stichwort Feedback: Eben das brauchen Führungskräfte, um die eigene Qualität als Chef einschätzen zu können. Unternehmen sollten Führungskräfte daher durch die Belegschaft beurteilen lassen. Das gilt nicht nur für Top-Manager. Conrads nennt vier verschiedene Modelle:

1. Das 90-Grad-Feedback: Bei einem 90-Grad-Feedback wird der Chef von seinen Mitarbeitern beurteilt.

2. Das 180-Grad-Feedback: Hierbei kommen Bewertungen durch Kollegen des Chefs dazu.

3. Das 270-Grad-Feedback: Auch der Vorgesetzte gibt seine Bewertung ab.

4. Das 360-Grad-Feedback: Zusätzlich zu Mitarbeitern, Kollegen und dem Vorgesetzten wird eine Führungskraft von externen Partnern oder Kunden beurteilt.