Vorstände bremsen

Führungskräfte entscheiden zu langsam

19. Februar 2013
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Viele Mitarbeiter finden, dass es zu lange dauert, bis bei ihrem Arbeitgeber Entscheidungen getroffen werden. Das ergab eine Studie der Hay Group.
Für schnellere Entscheidungen empfiehlt die Hay Group, Angestellte stärker einzubeziehen.
Für schnellere Entscheidungen empfiehlt die Hay Group, Angestellte stärker einzubeziehen.
Foto: lassedesignen - Fotolia.com

Jeder zweite Mitarbeiter in Deutschland findet, dass sein Chef zu lange zögert, bis eine Entscheidung getroffen wird (52 Prozent). Das geht aus einer aktuellen Studie der internationalen Unternehmensberatung Hay Group hervor. Die Studie umfasst Informationen von 351 Firmen in 66 Ländern weltweit.

Deutsche Unternehmen liegen im Ländervergleich 17 Prozentpunkte hinter Spitzenreiter Israel. Dort halten 65 Prozent der Befragten ihr Unternehmen für entscheidungsfreudig. Auch Österreich (63 Prozent), China (60 Prozent) und Indien (58 Prozent) erzielen vergleichsweise hohe Werte.

Nach Mexiko, Japan und den USA erreicht Deutschland gemeinsam mit Kanada Platz acht. In beiden Ländern halten 48 Prozent der Befragten Unternehmenslenker für entscheidungsfreudig. Knapp dahinter platzieren sich Frankreich, Italien, Russland, Ägypten und Südafrika mit 47 Prozent. Dann folgen Großbritannien (45 Prozent) und Brasilien (44 Prozent).

IT-Entscheider kritisieren lange Entscheidungswege

Lange Entscheidungswege beklagen auch IT-Entscheider in einer von Vanson Bourne durchgeführten Befragung. 88 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass strategische Beschlüsse nicht so schnell getroffen werden, wie es die geschäftliche Entwicklung erfordern würde.