Zwischen Tür und Angel

"Fünf Fragen, Herr Wagner!"

04. Oktober 2004

Was steht auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben?

Die Geschäftsprozesse optimal zu unterstützen. Man muss sich ständig bewusst sein, dass IT immer nur Mittel, aber nie (Selbst-)Zweck ist. Nur so kann sie einen positiven Beitrag leisten, der auch vermittelbar ist und akzeptiert wird.

Was halten Sie eigentlich von dem Thema ...Mobility?

Hier weckt die IT selbst noch weit mehr Erwartungen, als sie erfüllen kann. Wer wirklich von überall her auf sein Netz zugreifen möchte, stößt noch viel zu oft an Grenzen. Aber in absehbarer Zeit wird dies unsere Arbeitswelt stark beeinflussen. Die Aufhebung einer klaren Trennung von beruflicher und privater Zeit stellt uns vor neue Aufgaben. Darauf kann man sich nicht früh genug vorbereiten.

Welche Technologie wird Ihrer Meinung nach in nächster Zeit die größte Wirkung haben?

Die flächendeckende Verbreitung des Internets. Die Verfügbarkeit von Information in allen Lebensbereichen verlangt in steigendem Maße von den Menschen, zwischen sinnvoller und sinnloser Information zu unterscheiden. Das wird durch die steigende Datenflut immer schwieriger.

Was ärgert Sie zurzeit am meisten ?

Das engstirnige und egozentrische Denken und Handeln vor allem im Bildungsbereich in Deutschland. Solange es keine bundesweite und strategisch orientierte Bildungspolitik gibt, müssen wir uns über die wiederholt bestätigten Qualitätsverluste nicht wundern. Das ist geradezu sträflicher Leichtsinn und fast ein Verbrechen an unseren Kindern.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Zum Entspannen: Dan Browns Illuminati. Faszinierend, wie 24 Stunden so spannend erzählt werden können. Außerdem Peter Borscheids Das Tempo-Virus. Die historische Darstellung zur Entwicklung der Geschwindigkeit und des gesellschaftlichen Umgangs damit zeigt, dass die erwarteten Einflüsse von IT und Internet keine Hirngespinste sind.

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