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Wearables & Co.

Fünf Technologien, die den Einzelhandel verändern

Managing Director, Technology Strategy, Accenture Strategy
Herausfordernde Zeiten für Einzelhändler: Angesichts des technologischen Wandels wird das Verhältnis zum Kunden immer komplexer. Ein Blick in die nahe Zukunft.

Digitale Technologie hat den Alltag der Konsumenten in den letzten Jahren von Grund auf verändert. Damit sind auch die Erwartungen an den Einzelhandel gestiegen. Ein Paradebeispiel: Apple ist es gelungen, unterschiedliche Technologien intelligent zu kombinieren und dem Kunden mit Apple Music auf diese Weise ein so komfortables wie einfaches Musikerlebnis zu bieten. Kunden erwarten zunehmend genau solche Angebote, was gerade die Einzelhändler in ihrem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld vor neue Herausforderungen stellt.

Wearables und ähnliche mobile Technologien werden das Einkaufen nachhaltig verändern.
Wearables und ähnliche mobile Technologien werden das Einkaufen nachhaltig verändern.
Foto: Kzenon - Fotolia.com

Ihr Erfolg wird künftig wesentlich davon abhängen, wie gut sie die Adoption neuer Technologien durch den Endkonsumenten antizipieren können - und wie gut es ihnen gelingt, für ihren Kunden über alle Kanäle hinweg zum Anbieter erster Wahl zu werden. Vor allem fünf Technologien spielen hier eine Schlüsselrolle:

  1. Das Internet der Dinge (IoT): Schon heute nehmen intelligente Geräte etwa in der Logistik einen wichtigen Platz ein. Der Einzelhandel steht hier noch am Anfang, obgleich die Möglichkeiten vielfältig sind: Einzelhändler könnten ihren Kunden durch Smart Stores mit untereinander vernetzten Geräten und Sensoren ein ganz neues Kauferlebnis ermöglichen. Nur ein Beispiel: Hugo Boss stattet viele seiner Boutiquen mit Wärmesensoren aus, um die am stärksten frequentierten Bereiche zu identifizieren. Mithilfe dieser Erkenntnisse lässt sich die Produktpräsentation deutlich optimieren - mit positiven Implikationen auf den Umsatz.

  2. Wearables: Ob intelligente Brillen, Uhren, Schuhe oder Kleidung: Der Markt für Wearables wächst und wird sich 2016 im Vorjahresvergleich voraussichtlich verdoppeln. Gerade dem Einzelhandel bieten sich hier spannende Möglichkeiten. Etwa könnte der Verkäufer im Beratungsgespräch mit seinem Kunden alle Informationen zum nachgefragten Produkt über eine Datenbrille abrufen. Damit nicht genug: Intelligente Textilien könnten zum Beispiel mit einer Waschmaschine kommunizieren, um für den Waschvorgang relevante Informationen zu übermitteln.

  3. Cognitive Computing und maschinelles Lernen: Intelligente Technologien, die auf Basis großer Datenmengen fundierte Entscheidungen treffen, werden ihr volles Potenzial erst in einigen Jahren entfalten. Doch schon heute lassen sich strukturierte und unstrukturierte Daten maschinell auswerten - unter anderem Videos oder Fotos. Angesichts von Augmented Reality (AR) könnten wir uns als Verbraucher zudem schon bald daran gewöhnen, dass viele Gegenstände in unserem Alltag eine zusätzliche Schicht aus digitalen Informationen enthalten - abrufbar über QR-Codes, entsprechende Brillen oder Smartwatches. Die Kombination dieser Technologien dürfte ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

  4. Digitale Fertigung: Angesichts der Kosten-, Effizienz- und Zeitvorteile der Technologie wächst der Markt für additive Fertigung (3D-Druck) rasant. Je besser die Technologie wird, umso interessanter ist sie für Einzelhändler: Zunehmend können sie direkt vor Ort auf den Kunden maßgeschneiderte Produkte fertigen. Staples beispielsweise bietet in seinen Copyshops schon heute 3D-Drucker für Handyhüllen oder Musikinstrumente an. Junge Player wie Normal bieten bereits per 3D-Druck gefertigte, auf die Anatomie des Kunden angepasste Kopfhörer an. Und das ist erst der Anfang.

  5. Digitale Bezahlmethoden: Vor allem in den USA verbreitet sich das mobile Bezahlen derzeit schnell. Immer mehr Kunden bezahlen auch über das Smartphone. Das beste Beispiel: Kontaktloses Bezahlen mit Apple Pay unter Nutzung von NFC-Technologie. Viele Einzelhändler kooperieren schon heute mit Apple Pay. So realisieren sie nicht nur erhebliche Effizienzvorteile, sondern erhöhen auch die Kundenbindung und sichern sich Zusatzgeschäft.

Wie genau diese Technologien den Einzelhandel verändern werden, lässt sich nicht im Detail voraussagen. Doch um sich frühzeitig zu rüsten, brauchen Unternehmen vor allem drei Dinge:

  • Eine Strategie, in der Technologie einen festen Platz hat,

  • eine offene Unternehmenskultur, die die flexible und schnelle Reaktion auf Veränderungen erlaubt sowie

  • geeignete Partner - sowohl über Kollaboration als auch über Akquisitionen

Nur Unternehmen, die hier die Augen offen halten, werden ihre Position im Einzelhandel auf Dauer verteidigen oder gar ausbauen können.

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