Japanische Chipindustrie

Fujitsu zieht sich aus Halbleiterfertigung zurück

20. Juli 2014
Fujitsu zieht sich nach Medienberichten aus der Halbleiterfertigung zurück und wird zwei seiner Produktionslagen an eine taiwanische sowie eine US-Firma verkaufen.

Eine der beiden Fabs mit Standort in der Präfektur Mie werde Fujitsu an die United Microelectronics Corporation (UMC) abtreten, berichtete der Nachrichtendienst Nikkei. UMC ist nach der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) der weltweit zweitgrößte Auftragsfertiger der Halbleiterindustrie. UMC wird sich dem Bericht zufolge zu Beginn mit maximal 30 Prozent beteiligen. Fujitsu soll jedoch planen, bis zum Fiskaljahr 2016 seinen Anteil auf unter 50 zu reduzieren.

Zudem verhandelt Fujitsu laut Nikkei mit dem US-amerikanischen Fertiger ON Semiconductor über die Produktionslage in der Präfektur Fukushima. Beobachter gehen davon aus, dass der Halbleiterhersteller in den nächsten Jahren den Hauptanteil an der Fab halten wird.

Fujitsus Entscheidung ist die vorerst letzte in einer Reihe von Umstrukturierungen in der japanischen Chipindustrie. Mehrere Firmen versuchen sich von ihren Fabs zu trennen und den Fokus mehr auf Dienstleistungen wie Cloud ComputingCloud Computing zu legen. (dpa/rs) Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

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