CIO Auf- und Aussteiger


Kurowski wird CIO

Funke Mediengruppe ordnet IT neu

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Michael Kurowski wird CIO des ehemaligen WAZ-Konzerns. Zugleich strukturiert die Mediengruppe ihre IT neu. Dabei gilt: funktions- statt standortbezogen.

Die Funke MediengruppeFunke Mediengruppe baut eine standortübergreifende Corporate IT auf. Gleichzeitig hat das Unternehmen im März die Position des CIO mit Michael KurowskiMichael Kurowski besetzt. Er berichtet direkt an den Geschäftsführer Michael Wüller. Das teilte die Mediengruppe mit. Top-500-Firmenprofil für FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA Profil von Michael Kurowski im CIO-Netzwerk

Der neue CIO Michael Kurowski leitet das ebenfalls neue IT-Board der Funke Mediengruppe.
Der neue CIO Michael Kurowski leitet das ebenfalls neue IT-Board der Funke Mediengruppe.
Foto: Funke

Unterstützt wird Kurowski durch ein neu geschaffenes IT-Board, das sich neben dem CIO aus Lothar Florian (Erfurt) und Ludger TourneurLudger Tourneur (Braunschweig) zusammensetzt. Profil von Ludger Tourneur im CIO-Netzwerk

Kurowski ist bereits seit Oktober 1999 im Unternehmen. Bis 2013 war er zuständig für die IT-Beratung der Auslandsaktivitäten im Zusammenhang mit Prozessoptimierungen in der technischen Fertigung und in kaufmännischen Abläufen, danach war Kurowski Leiter Anwendungssysteme Inland, bis er zum Leiter IT NRW der Funke Service GmbH ernannt wurde.

Allround-Abteilungen werden Kompetenzzentren

In der neuen Struktur, die ab sofort gilt, sollen die Abteilungen an den Standorten Erfurt, Essen und Braunschweig erhalten bleiben und sich von Allround-Abteilungen zu Kompetenzzentren für die Bereiche "Infrastruktur + Service" sowie "Consulting + Applikation" entwickeln. Die Kompetenzzentren verstehen sich als interne Dienstleister für alle Produktbereiche und Abteilungen.

Zusammengeführt werden sie zur gruppenweiten IT unter dem Dach der Funke Service GmbH. Die Corporate IT ist verantwortlich für die Bereitstellung von IT sowie die Planung und Umsetzung sämtlicher IT-Projekte der Gruppe.

"IT ist Nervensystem der neuen Funke Mediengruppe"

"Die IT ist das Nervensystem unserer neuen Funke Mediengruppe. Mit der Neuaufstellung dieses Kernbereiches unseres Unternehmens, schaffen wir für alle Mitarbeiter in allen Funktionen und Abteilungen die optimalen technischen Voraussetzungen", sagte Funke-Geschäftsführer Wüller.

Die IT-Units an den Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie Thüringen waren bislang Allround-Dienstleister für die jeweiligen Verlage vor Ort. Die Standorte Berlin und Hamburg bezogen ihre IT-Dienstleistungen zuletzt von der Axel Springer SEAxel Springer SE. Top-500-Firmenprofil für Axel Springer SE

Bündelung von Aufgaben und Ressourcen

Die zukünftige Bündelung von Aufgaben und Ressourcen in funktionsbezogenen Kompetenzzentren sei Grundlage für die weitere Professionalisierung der jeweiligen IT-Units, so Funke. Die Schaffung gemeinsamer, leistungsfähiger IT-Plattformen, unter anderem für die Bereiche Redaktion, Sales und Kundenservice, solle als Basis für eine weiter optimierte Zusammenarbeit aller Standorte dienen.

"Die neuen spezialisierten Units in der Corporate IT sind als Exzellenzcluster Business Enabler für alle Funke-Mitarbeiter in Deutschland. Mit der neuen Struktur stellen wir sicher, dass unser über Jahre erworbenes IT-Knowhow in der Mediengruppe bleibt, kontinuierlich ausgebaut und auf zukünftige Aufgaben ausgerichtet wird", sagte CIO Michael Kurowski.

Die Funke Mediengruppe hat ihren Sitz in Essen, der Medienkonzern entstand ursprünglich aus der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und verfügt heute über Beteiligungen in Deutschland, Österreich, Kroatien und Ungarn in den Geschäftsfeldern Print, Digital, Radio, Druckhäuser und Logistik.

Im Jahr 2014 hat Funke von Springer ein ganzes Paket von Frauenzeitschriften, TV-Zeitschriften und Tageszeitungen übernommen. Dazu zählten auch die Zeitungen "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt".