642 Millionen Euro Verlust

Fusionskosten mit E-Plus ziehen Telefonica Deutschland in die roten Zahlen

24. Februar 2015
Im ersten Quartal nach der Fusion mit E-Plus haben Umbaukosten den Mobilfunker Telefonica Deutschland (O2) tief in die roten Zahlen gerissen. Weil das Unternehmen in den Monaten von Oktober bis Dezember hohe Sonderkosten für die Integration verbuchte, fiel ein Verlust in Höhe von 642 Millionen Euro an.

Von Analysten war das Minus bereits erwartet worden, der KonzernKonzern hatte zuvor schon angedeutet, dass ein dreistelliger Millionenbetrag angefallen sei. Top-500-Firmenprofil für Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Im eigentlichen Geschäft muss sich die Anfang Oktober vollzogene Fusion zum größten deutschen Mobilfunker nach Kunden auch erst noch auszahlen: Der Umsatz blieb im vierten Quartal auf kombinierter Basis mit 2,02 Milliarden Euro stabil, der um Sonderkosten bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel allerdings wegen hoher Werbekosten um fast ein Viertel auf 354 Millionen Euro. Inklusive der Sonderkosten fiel auch operativ ein Verlust von 46 Millionen Euro an.

In diesem Jahr setzt das Management um Chef Thorsten DirksThorsten Dirks auf erste positive Effekte. Beim freien Barmittelzufluss sollen die Effekte aus dem Zusammenschluss 250 Millionen Euro bringen und damit bereits knapp ein Drittel des jährlich gesteckten Einsparziels. Der Mobilfunkumsatz soll 2015 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (Oibda) soll dagegen von 1,46 Milliarden Euro um mehr zehn Prozent zulegen. Mit diesen Werten hatten Analysten gerechnet. (dpa/sh) Profil von Thorsten Dirks im CIO-Netzwerk