Besserung nicht in Sicht

Gartner und IDC: Server-Markt bricht ein

10. September 2012
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Umsätze mit Servern gingen in EMEA im zweiten Quartal 2012 drastisch zurück. Ursache dafür sind vor allem die wirtschaftlichen Probleme in der Region.
Für IDC-Analyst Nathaniel Martinez sind schrumpfende Serverumsätze in EMEA auf die unsichere wirtschaftliche Situation zurückzuführen.
Für IDC-Analyst Nathaniel Martinez sind schrumpfende Serverumsätze in EMEA auf die unsichere wirtschaftliche Situation zurückzuführen.
Foto: IDC

Unternehmen aus der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) haben in den letzten Quartalen deutlich weniger Geld für neue Serverhardware ausgegeben. Die Nachfrage brach regelrecht ein. Auch für das zweite Quartal 2012 ist keine Besserung in Sicht. Das zeigen die US-Marktforschungsinstitute Gartner und International Data Corporation (IDC) in jeweils eigenen Marktstudien auf.

Elf Prozent weniger Serverumsätze

Laut Gartner lieferten die Server-Hersteller in der EMEA-Region im zweiten Quartal 2012 nur noch etwas mehr als 585.000 Server aus. Das waren 4,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Innerhalb desselben Zeitraums brachen die Umsätze sogar um 11,6 Prozent ein - von 3,68 Milliarden US-Dollar auf jetzt rund 3,25 Milliarden Dollar.

Ähnliche Zahlen für die EMEA-Region legt IDC in seinem weltweiten "Server Tracker" vor. Demnach kauften Firmen im zweiten Quartal 2012 rund 514.000 Server. Das waren 5,3 Prozent weniger als im zweiten Quartal des Vorjahres. Im Jahresvergleich gingen die Serverumsätze um 11,6 Prozent auf knapp drei Milliarden Dollar zurück. Verglichen mit dem ersten Quartal sank die ausgelieferte Serverstückzahl um 7,6 Prozent. Dagegen war der Umsatz mit einem Minus von 0,9 Prozent nur leicht rückläufig.

IDC-Analyst Nathaniel Martinez kommt zu dem Schluss, dass die Ursachen für die zurückhaltenden Serverinvestitionen primär auf die aktuell unsichere wirtschaftlich Gesamtlage in der EMEA-Region und die wenig positiven Zukunftsprognosen zurückzuführen sind.