Mieten oder Leasen kann günstiger sein

Gebrauchte Software: Spart Geld, kostet aber Zeit

16. August 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nicht nur die ungeklärte Rechtslage wird beim Umgang mit gebrauchter Software zum Stolperstein - die Ware aus zweiter Hand erfordert auch ein aufwändiges Beschaffungs-Management. Dabei bietet dieser Markt viel Potenzial, wenn sich die verschiedenen Player zusammenschließen und das Geschäftsmodell weiterentwickeln. Davon ist jedenfalls der Berater Experton überzeugt.
Entscheidungs-Faktoren beim Thema gebrauchte Software
Entscheidungs-Faktoren beim Thema gebrauchte Software

Die Analysten beziffern das Marktvolumen des Handels mit gebrauchter Software derzeit auf etwa 30 Millionen Euro. Nach ihrer Einschätzung sind aber bis zu 500 Millionen drin - wenn verschiedene Faktoren erfüllt werden. Da wäre zunächst einmal die bisher unsichere Rechtslage zu klären, vor allem aber müsste die Preisfindung transparent und marktgerecht erfolgen.

Weil der Preis bislang als Hauptargument der Anbieter gilt, müsse das Geschäftsmodell unbedingt ausgebaut werden, so die Berater. Für den künftigen Erfolg sei ausschlaggebend, dass die Händler mit den Unternehmen aus dem Software-Lizenz-Management und den Anbietern von Wartungsleistungen kooperieren. Ziel ist die Verschmelzung unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen und daraus entstehende kompetente NetzwerkeNetzwerke. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Beispiel Oracle: Die Kontrahenten zanken sich, die Richter überlegen noch

Bis es soweit ist, müssen CIOs, die angesichts knapper IT-Budgets zu gebrauchter Software greifen, erheblichen Mehraufwand bei der Beschaffung einkalkulieren. Außerdem haben sie mit unterschiedlichen rechtlichen Auslegungen von Herstellern, Händlern und der eigenen Hausjuristen zu kämpfen. Aktuelles Beispiel ist ein Rechtsstreit zwischen OracleOracle und dem Münchner Lizenzhändler Usedsoft, bei dem die Kontrahenten ein Urteil komplett unterschiedlich deuten und ihre Sicht der Dinge jeweils in diversen rüde formulierten Pressemitteilungen im Blätterwald austragen - dabei ist das Hauptsacheverfahren beim Landgericht München I noch anhängig. Alles zu Oracle auf CIO.de

Die Berater empfehlen daher, zwingend auf individuelle Einschränkungen in den Lizenzverträgen zu achten.

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