IT-Geräte weiterhin mit toxischen Stoffen belastet

Gefährliche Laptops

06. November 2007
Von Alexander Galdy
Die gute Nachricht zuerst: Hersteller von Laptops haben den Einsatz von toxischen Materialien reduziert. Die schlechte ist: Bis gesundheitsgefährdende Stoffe vollständig aus Laptops und anderen IT-Geräten verschwinden, ist es noch ein weiter Weg. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace in einer aktuell veröffentlichten Studie.

Die Umweltorganisation ließ von einem unabhängigen und einem eigenen Labor Laptops von Acer, AppleApple, DellDell, HPHP, Sony und Toshiba untersuchen. Die Tests sollten Aufschluss darüber geben, welche toxischen Substanzen wie Schwermetalle, Brom, Polyvinylchlorid (PVC) oder Weichmacher heute noch in den Geräten vorkommen. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu Dell auf CIO.de Alles zu HP auf CIO.de

Dabei konnten keine Schwermetalle nachgewiesen werden, wie Greenpeace feststellen konnte. Der Report zeigt aber, dass Brom in über 40 Prozent der getesteten Computer-Komponenten vorkommt. Dabei wurde bei Laptops von Sony der geringste Anteil von Brom bei allen untersuchten Geräten gefunden. Bei Dell dagegen waren es die meisten Teile, die Brom aufwiesen.

PVC und Weichmacher wohin das Auge blickt

PVC fand sich sogar in 44 Prozent aller Geräte, vor allem bei den Kabelummantelungen. Das ist zwar kein akutes Problem, bei der Entsorgung können aber giftige Stoffe entstehen. Ähnlich ist es bei den Weichmachern, die in den Stromkabeln aller Hersteller vorkommen - am häufigsten bei Laptops von Acer und HP.

Die Greenpeace-Studie zeigt, dass die EU-Richtlinie RoHS (Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment) greift. Der Einsatz von Blei, Quecksilber oder Chrom ist spürbar zurückgegangen. Das Schöne daran ist, dass sich dieser Umstand nicht nur auf den europäischen Markt beschränkt, wie die Tests ergaben.

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