Beliebte Stichworte führen zu obskuren Webseiten

Gefährliche Suchmaschinen

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Wer im Internet sucht, dem folgen die Verursacher von Spam und Adware auf dem Fuß. So auch bei den Suchmaschinen. Das zeigt jetzt eine Analyse von fünf führenden Suchmaschinen durch den Security-Anbieter Mc Afee. Erhöhte Risiken registrierte die Untersuchung vor allem bei den von Jugendlichen und neuen Usern häufig verwendeten Schlüsselwörtern. Ebenso gefährlich sind gesponserte Ergebnis-Links.
Bei beliebten Suchbegriffen liefern Suchmaschinen oft gefährliche Ergebnisse.
Bei beliebten Suchbegriffen liefern Suchmaschinen oft gefährliche Ergebnisse.

Suchmaschinen spielen heute eine entscheidende Rolle bei der Nutzung des Internet. Die negativen Folgen: Auch wirtschaftlich motivierte Verursacher von Spam, Adware und anderen Online-Problemen folgen den Suchenden direkt zu den Ergebnislisten der Suchmaschinen.

Da diese die bösartigen Seiten nicht aus ihren Ergebnislisten filtern, wird aufgrund der Browsing-Trends geschätzt, dass die US-amerikanischen Internetbenutzer derzeit jeden Monat 285 Millionen gefährliche Sites aufgrund von Suchabfragen anklicken.

Im Rahmen der zwischen Januar und April 2006 stattfindenden Analyse wurden mit GoogleGoogle, Yahoo, MSN, AOL sowie Ask die fünf wichtigsten Suchmaschinen auf ihre Gefährdungspotenziale hin untersucht. Alle gängigen Suchmaschinen listeten risikobehaftete Sites in ihren Ergebnissen bei der Suche nach häufig verwendeten Stichwörtern auf. Den niedrigsten prozentualen Wert an gefährlichen Seiten ermittelte der Sicherheitsanbieter für MSN (3,6 Prozent), den höchsten für Ask (6,1 Prozent). Google lag mit 5,1 Prozent dazwischen. Alles zu Google auf CIO.de

Vorsicht vor freien Bildschirmschonern

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass ein breites Spektrum von Stichwörtern zu risikobehafteten Ergebnissen führt - dazu zählen Wörter, Wendungen und Kategorien, die vor allem jüngere Benutzer gern verwenden. Wurde beispielsweise nach kostenlosen Screensavern und Spielen, digitaler Musik, gängigen Software-Titeln oder Sängern sowie der Tauschbörse Kazaa gesucht, stieg die Quote von gefährlichen Sites in den Ergebnislisten auf bis zu 72 Prozent.

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