Entscheidungen richtig treffen

Gegen den Strich denken

30. September 2008
Von John Baldoni
Stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung? Dann Vorsicht vor voreiligen Schlüssen. An das Unbekannte denken - das zeichnet gute Führungskräfte aus. Drei Fragen helfen dabei, berichtet Personalberater John Baldoni in unserer Schwesterpublikation CIO.com.

1999 wurden bei der damals dreijährigen Isabel Windpocken diagnostiziert. Nachts verschlimmerte sich ihr Zustand und die Ärzte im Krankenhaus stellten eine lebensgefährliche Krankheit fest. Isabel wurde wieder gesund. Doch der Vorfall veranlasste ihren Vater Jason Maude, einen Börsenhändler, ein Tool zu entwickeln, das Fehldiagnosen verhindert.

Gemeinsam mit Dr. Joseph Brito, der Isabel damals auf der Intensivstation betreut hat, entwickelte er eine entscheidungsbasierte Software, die Ärzten bei exakten Diagnosen helfen soll. Die beiden gaben der Software den Namen Isabel.

Nie voreilige Schlüsse ziehen

Diese Software ist nicht die einzige ihrer Art, aber sie zeichnet sich durch ein besonderes Feature aus. Denn Isabel verhindert einen der häufigsten Gründe für Fehldiagnosen: voreilige Schlüsse. Die Software funktioniert wie ein Alarm, der ständig fragt: "Hast du denn auch dieses oder jenes berücksichtigt?" Dieses Feature hilft Ärzten, über ihr Wissen hinauszudenken. So ziehen sie auch bislang Unbekanntes in Betracht.

An das Unbekannte denken - das zeichnet auch gute Führungskräfte aus. Deshalb sollten auch sie sich beim Treffen von Entscheidungen fragen, ob sie dieses oder jenes bedacht haben. Zu Beginn könnte man sich beispielsweise Folgendes überlegen:

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