Gedächtnisübungen am Mini-PC

Gehirn-Jogging macht nicht schlauer

29. April 2010
Von Nicolas Zeitler
Regelmäßiges Gedächtnis-Training am Computer verbessert nicht die Hirnleistung. Probanden einer Studie konnten hinterher nur das Geübte besser.

Hirn-Training am Computer verbessert nicht grundsätzlich die Leistung unseres Gedächtnisses. Das haben britische Hirnforscher in einer Studie herausgefunden, die im Fachjournal "Nature" erschienen ist (Online-Vorabveröffentlichung der Studie als PDF). Wer am Bildschirm Logeleien und Erinnerungsübungen macht, wird in diesen Disziplinen zwar besser. Auf andere Aufgaben übertragen lässt sich der Lernerfolg aber höchstwahrscheinlich nicht.

Mehr als 11.000 Frauen und Männer zwischen 18 und 60 Jahren trainierten vom Computer aus sechs Wochen lang regelmäßig ihr Gehirn mit Programmen, die sie übers Internet aufriefen. Drei mal in der Woche mussten sie für mindestens zehn Minuten täglich sechs verschiedene Übungen ausführen. Rekrutiert hatte die Teilnehmer der britische Fernsehsender BBC über Ankündigungen in seinen populärwissenschaftlichen Sendungen.

Wirre Wissensfragen

Hirnforscher aus Cambridge, London und Manchester teilten die Probanden in drei Gruppen. Die Mitglieder der ersten Gruppe mussten Aufgaben zum logischen Denken, Planung und Problemlösung erledigen. Der zweiten Gruppe legten sie ein breiteres Aufgabenspektrum vor: Gefordert waren unter anderem Kurzzeitgedächtnis, Aufmerksamkeit, räumliches Denken und Rechnen. Die Aufgaben sollten denen der Gehirn-Jogging-Geräte aus dem HandelHandel ähneln. Top-Firmen der Branche Handel

Nach und nach machten die Studienleiter die Aufgaben für die Probanden aus beiden Gruppen schwieriger. Wer zur dritten Gruppe gehörte, bekam dagegen kein ausgearbeitetes Übungsprogramm. Die Probanden bekamen wirre Fragen aus sechs Wissensgebieten gestellt.

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