Hohes Einsparpotenzial bei Firmen-PCs

Geld verprassen beim Stromverbrauch

13. März 2009
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Nicht nur im Rechenzentrum lässt sich Strom sparen. Der Energieverbrauch von PCs liegt oft deutlich höher als nötig.

Unternehmen mit 2.500 PCs können bis zu 43 Prozent ihrer Stromkosten einsparen. Mit einem richtigen Power Management reduzieren sich die Ausgaben laut einer Gartner Modellrechnung um rund 43.000 US-Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktforscher Gartner in seinem Report "PC Power Management Activation Leads to Significant Power and Cost Savings".

Zusätzlich können Unternehmen weitere 6.500 Dollar im Jahr einsparen, wenn sie Energiesparmaßnahmen aktiv umsetzen und ihre Arbeitsweise konsequent auf Stromsparen auslegen. Dafür müssen die Rechner ausgeschaltet und ausgestöpselt werden, sobald nicht mehr mit ihnen gearbeitet wird.

Allerdings sind sich die Gartner-Analysten bewusst, dass das die Produktivität der Mitarbeiter beeinflusst. Denn in diesem Fall müssen Updates während der Arbeitszeit durchgeführt werden. Das führt dazu, dass Geräte unter Umständen für eine gewisse Zeit nicht genutzt werden können. Deshalb ist es bei vielen Mitarbeitern immer noch Usus, den PC über Nacht oder sogar am Wochenende anzulassen.

"Die größte Aufmerksamkeit in puncto Energiekonsum liegt auf den Rechenzentren. Aber der Stromverbrauch von PCs kann auch erheblich sein, vor allem vor dem Hintergrund ständig steigender Stromkosten", sagt Gartner-Analystin Federica Troni.